Die nächsten vier Wochen werde ich bei einem Kunden in Toluca arbeiten. Nun ist Toluca zwar ausserhalb des DeEffe, aber gerade noch nah genug, dass mein Arbeitgeber keine Übernachtung bezahlt, sondern nur die Spritkosten.
Google Maps schlägt mir für die Strecke mir Routen vor, eine über kurvige, enge Landstrassen über Zempoala (nur falls das jemand auf der Karte nachschauen möchte), die ist ca 80km lang, die andere geht durch den DeEffe mit ca 130km. Und für beide brauche ich, laut Google ca eineinhalb Stunden. Nun weiss ich aber, dass man morgens schon eine gute Stunde vom Süden der Stadt (da kommt man von Cuernavaca her) bis nach Santa Fe (dort fährt man wieder richtung Toluca aus dem Moloch raus) braucht, weshalb ich mich gestern für die Strecke über Zempoala entschieden habe. Sehr schön, viel Landschaft und seit Jahren mal wieder richtig Autofahren, sonst war ich hier ja hauptsächlich in der Stadt oder auf Autobahnen unterwegs. Gute zwei Stunden Fahrzeit, das ist grenzwertig, aber machbar.
Heute habe ich mal den Bus ausprobiert. Der fährt die vorgeschlagene Route durch den DeEffe, braucht angeblich etwa drei Stunden. Zugegeben, heute morgen hat es geregnet, da wird der Verkehr im DeEffe immer gleich etwas zäher, aber insgesamt vier Stunden für die Strecke (davon mehr als zwei für die kurze Strecke durch die Stadt) ist definitiv zu viel.
Für nächste Woche habe ich noch die Option, in unserem Haus in Santa Fe zu übernachten. Da das aber ab nächsten Ersten vermietet sein wird, bleibt mir dann nur, die Landstrasse zu nehmen oder mir in Toluca ein günstiges Hotel zu suchen. Die Route durch den DeEffe scheidet definitiv aus.
Freitag, September 23, 2011
Donnerstag, September 15, 2011
Geld
Die abgebildeten Scheine hatte ich zufälligerweise gleichzeitig in meinem Geldbeutel. Alle drei sind Hundert-Peso-Scheine, alle drei sind zur Zeit gültig.
Der Obere ist der alte Schein, aus Papier, darunter der Neue, auch aus Papier. Und ganz unten die Sonderausgabe anlässlich der Hundertjahrfeier zur Revolution, aus Plastik. Ich finde das ein bischen verwirrend, beim 200er, den es auch in drei Versionen gibt (alle aus Papier) dachte ich tatsächlich mal, ich wäre einer Fälschung aufgesessen, bis mir jemand sagte, dass das die 200-Jahre-Unabhängigkeits-Sonderausgabe ist.
Der Obere ist der alte Schein, aus Papier, darunter der Neue, auch aus Papier. Und ganz unten die Sonderausgabe anlässlich der Hundertjahrfeier zur Revolution, aus Plastik. Ich finde das ein bischen verwirrend, beim 200er, den es auch in drei Versionen gibt (alle aus Papier) dachte ich tatsächlich mal, ich wäre einer Fälschung aufgesessen, bis mir jemand sagte, dass das die 200-Jahre-Unabhängigkeits-Sonderausgabe ist.
Samstag, September 10, 2011
Donnerstag, September 08, 2011
Der Verschwindetrick
Letzte Woche wurde der grössere Teil unseres Daches gegossen. Der grössere Teil deshalb, weil das neue Haus nicht einfach nur oben Flach ist, sondern der Architekt sich da noch ein wenig ausgetobt und zwei Dachschrägen eingeplant hat. La colación, wie das Giessen einer Decke hier heisst, ist ein besonderer Moment. Für uns natürlich, weil das Haus damit eben ein Dach erhält und für die Arbeiter, weil es ein besonders anstrengender Tag ist. Der Beton wird unten (in unserem Fall auf dem Parkplatz) angemischt und dann mittels Eimern über abenteuerliche Hühnerleitern nach oben getragen. Nix mit Betonmischer, Pumpe oder Aufzug. Das dauerte in unserem Fall ganze zehn Stunden, die Jungs waren danach natürlich fix und fertig.
Ausserdem ist es hier Brauch, dass man Getreide und Geldstücke mit einbetoniert. Das soll bewirken, dass es im Haus nie an Essen und Geld fehlen wird. Also haben wir das ganze angesammelte Kleingeld von meinen letzten Reisen zusammengesucht und zusammen mit etwas Getreide auf der fertigen Verschalung verteilt. Später fragte uns der Meister, ob wir da Euro mit drinhatten. Er hatte, während er den Beton verteilte gesehen, wie einer der Aushilfen, die er extra für diesen Tag angeheuert hatte, eine Münze aufhob und sie interessiert betrachtete. Als der dann aber bemerkte, dass er beobachtet wurde, hat er sie wieder hingelegt. Wie der Meister sich dann später die Münze auch anschauen wollte, war sie dann aber seltsamerweise verschwunden. Er fand das sehr witzig, zumal er es sich nicht erklären konnte, wer sie letztendlich genommen hat. Und er versicherte uns, dass trotzdem genügend Münzen einbetoniert wurden.
Montag, September 05, 2011
Aufräumarbeiten
Heute habe ich versucht, Telefon (zusammen mit dem Internet) und das Bezahlfernsehen (Kabel ist es ja nicht, was wir da haben, wir empfangen das per Antenne und es wird irgendwie entschlüsselt) zu kündigen.
Zuerst das Telefon bei Axtel. Das grösste Problem war eigentlich, sich durch das Telefonmenü durchzuhangeln und jemanden ans Telefon zu bekommen. Der erklärte mir dann, dass ich blöderweise nur zum Monatsende kündigen kann, ich also auf alle Fälle den September voll bezahle, ob ich ihn nutze oder nicht. Umschreiben auf jemanden Anderen ist übrigens kostenlos, selbst, wenn sie den Anschluss an eine andere Adresse verlegen müssen. Also warte ich mit der Abmeldung eben bis kurz vor Ende September, vielleicht haben wir bis dahin ja einen Mieter, der die Leitung haben will.
Grosse Klasse waren die bei masTV. Zuerst wiess mich der Kerl am Telefon mit honigsüsser Stimme darauf hin, dass wir den Anschluss ja mitnehmen oder an jemanden anderen weitergeben können, selbstverständlich kostenlos. Andernfalls würden wir ja unsere Antigüedad (zugehörigkeitszeit?) verlieren. Als ob die irgendeinen Vorteil brächte. Als ich mich nicht überreden lies und ihn bat, den Anschluss einfach zu beenden, wechselte seine Stimme sofort von honigsüss zu eisig kalt, er teilte mir knapp mit, dass ich zwei Monate im Vorraus kündigen muss und das nicht per Telefon geht, sondern in einem ihrer Kundencenter. Das tut mir natürlich furchtbar leid für ihn, wenn er für den Anruf jetzt keine Provision bekommt, aber so deutlich hat mich noch selten jemand spüren lassen, dass ich gerade seine wertvolle Zeit vergeude.Dabei hätte er mir das von Anfang an sagen können, anstatt meine Zeit mit seinem Geschwafel von der Antigüedad zu vergeuden. Jammerlappen, blöder!
Zuerst das Telefon bei Axtel. Das grösste Problem war eigentlich, sich durch das Telefonmenü durchzuhangeln und jemanden ans Telefon zu bekommen. Der erklärte mir dann, dass ich blöderweise nur zum Monatsende kündigen kann, ich also auf alle Fälle den September voll bezahle, ob ich ihn nutze oder nicht. Umschreiben auf jemanden Anderen ist übrigens kostenlos, selbst, wenn sie den Anschluss an eine andere Adresse verlegen müssen. Also warte ich mit der Abmeldung eben bis kurz vor Ende September, vielleicht haben wir bis dahin ja einen Mieter, der die Leitung haben will.
Grosse Klasse waren die bei masTV. Zuerst wiess mich der Kerl am Telefon mit honigsüsser Stimme darauf hin, dass wir den Anschluss ja mitnehmen oder an jemanden anderen weitergeben können, selbstverständlich kostenlos. Andernfalls würden wir ja unsere Antigüedad (zugehörigkeitszeit?) verlieren. Als ob die irgendeinen Vorteil brächte. Als ich mich nicht überreden lies und ihn bat, den Anschluss einfach zu beenden, wechselte seine Stimme sofort von honigsüss zu eisig kalt, er teilte mir knapp mit, dass ich zwei Monate im Vorraus kündigen muss und das nicht per Telefon geht, sondern in einem ihrer Kundencenter. Das tut mir natürlich furchtbar leid für ihn, wenn er für den Anruf jetzt keine Provision bekommt, aber so deutlich hat mich noch selten jemand spüren lassen, dass ich gerade seine wertvolle Zeit vergeude.
Samstag, September 03, 2011
Montag, August 29, 2011
Zu vermieten
Das Haus in Santa Fe wollen wir vermieten. Da wir allerdings nicht regelmässig vor Ort sind und ich auch keinen echten Bock darauf habe, Hausbesichtigungen zu veranstalten, haben wir eine Agentur damit beauftragt. Die wollen zwar einen Exclusiv-Vertrag, d.h. wir dürfen das Haus nicht über eine andere Agentur bewerben lassen und sollten wir die Hütte innerhalb der nächsten sechs Monate vermieten, wird deren Komission auf alle Fälle fällig, egal ob sie uns den Mieter vermitelt haben, oder ob ich den selber gefunden habe.
Allerdings kostet uns das Ganze erstmal nichts, die Komission wird erst bei Abschluss eines Mietvertrages fällig, und die prüfen auch die Solvenz der Interessenten und arbeiten den Vertrag aus. Da wir ohnehin vorhatten, einen Anwalt mit letzterem zu beauftragen, der uns wahrscheinlich auch nicht viel weniger gekostet hätte, lohnt sich das also auf alle Fälle. Mal sehen, wann sie uns den ersten Interessenten vorstellen.
Falls sich hier jemand für unser Häuschen interessiert:
Etwa 80qm Grundfläche, im Erdgeschoss ist die Garage, Wohn/Esszimmer, Gästetoilette und die Küche (die Einbauküche bleibt drin).
Oben gibt's drei Schlafzimmer, eines davon mit eigenem Bad mit rieiger Wanne, ein Bad mit Dusche für die anderen beiden und ein Fernsehzimmer.
Die Dachterasse ist über fast die gesammte Fläche nutzbar.
Allerdings kostet uns das Ganze erstmal nichts, die Komission wird erst bei Abschluss eines Mietvertrages fällig, und die prüfen auch die Solvenz der Interessenten und arbeiten den Vertrag aus. Da wir ohnehin vorhatten, einen Anwalt mit letzterem zu beauftragen, der uns wahrscheinlich auch nicht viel weniger gekostet hätte, lohnt sich das also auf alle Fälle. Mal sehen, wann sie uns den ersten Interessenten vorstellen.
Falls sich hier jemand für unser Häuschen interessiert:
Etwa 80qm Grundfläche, im Erdgeschoss ist die Garage, Wohn/Esszimmer, Gästetoilette und die Küche (die Einbauküche bleibt drin).
Oben gibt's drei Schlafzimmer, eines davon mit eigenem Bad mit rieiger Wanne, ein Bad mit Dusche für die anderen beiden und ein Fernsehzimmer.
Die Dachterasse ist über fast die gesammte Fläche nutzbar.
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