Wie hier schonmal angekündigt, sind wir auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Grundbedingung ist diesmal auf alle Fälle ein Garten. Der muss nicht gross sein, ich will ja keine Tomaten pflanzen, so ein kleines Fleckchen Grün wie wir es damals in Taxqueña hatten (das waren etwa 25qm) würde mir schon reichen. Unsere Suche im DeEffe brachte nicht viel Brauchbares, entweder man muss ziemlich an den Rand der Stadt gehen, was der ursprünglichen Idee, Evelyn und den Kindern den Weg zu Uni und Schule zu verkürzen widerspricht oder verdammt viel Geld auf den Tisch legen.
Parallel schauten wir uns in Cuernavaca um. Wir haben dort einen Freund, der hat sich umgehört und wir haben im Internet und bei Maklern gesucht und ihn dann gebeten, die Häuser vorher anzuschauen und vorab etwas zu filtern. Dabei flogen zum Beispiel die Häuser raus, die in Überschwemmungszonen stehen. Auch wenn da nur alle zehn Jahre die Suppe im Wohnzimmer steht, sowas muss nicht sein. Zumal die Häuser da nicht wirklich billiger sind, die Einheimischen kaufen da sowieso nicht und den Chilangos (Hauptstädtern) kann man da ja zum normalen Preis verkaufen, die wissen ja nicht, worauf sie sich einlassen.
So verbrachten wir also die letzten Wochenenden damit, uns Häuser anzuschauen. Mal ganz unter uns, mein Ding ist das nicht. Bei den meisten wuste ich schon nach dem ersten Blick, dass das nichts für uns ist, trotzdem lässt man sich alles zeigen und erklären, hört sich die Vorzüge des Objektes an, tut so, als habe man die offensichtlichen Mängel nicht gesehen, tauscht Telefonnummern aus und verspricht, sich wieder zu melden.
Den Vogel abgeschossen hat dabei ein Makler, der es wohl sehr eilig hatte. Es war Sonntag, der letzte Termin, den wir an diesem Tag hatten. Wir schauten uns das Haus an, es hatte zwar ein paar kleinere Macken, war aber auf den ersten Blick nicht schlecht. Zum Abschluss erklärten wir dem Makler, dass uns das Haus gefällt, wir aber auch andere Angebote haben und wir uns im Laufe der kommenden Woche entscheiden und ihm dann Bescheid sagen würden. Auf dem Rückweg, wir waren noch nichtmal im DeEffe angekommen, klingelte schon mein Mobiltelefon, ob wir uns schon entschieden hätten, es gäbe da noch einen anderen Interessenten und es wäre doch schade, wenn der uns das Haus vor der Nase wegschnappt.
Wir entschieden uns dann für ein kleines Häuschen mit grossem Garten, im Norden Cuernavacas. Da ist das Klima etwas milder, weil der Norden höher liegt, ausserdem ist der Weg in den DeEffe kürzer. Das Haus ist etwas zu klein für uns, wir werden es also erweitern, bevor wir einziehen, dafür ist die Lage und der Garten das Beste, was uns angeboten wurde.
Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, den DeEffe zu verlassen und in eine ruhigere Stadt zu ziehen. Die Kaufabsichtserklärung haben wir unterschrieben, jetzt brauch' ich erstmal eine Erlaubnis, als Ausländer hier eine Immobilie zu erwerben und wir müssen uns um die Finanzierung kümmern. Davon später mehr.
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Montag, Mai 16, 2011
Donnerstag, April 07, 2011
Standort
Als wir vor etwa 4 Jahren unser Haus gekauft haben, hatte ein Kriterium ganz besonders viel Gewicht: die Nähe zu Santa Fe. Ich hatte die Schnautze voll bis Oberkante Unterkiefer vom Verkehr und davon, mich durch Selbigen zu quälen.
Dass die Entscheidung richtig war, merke ich, wenn ich ins Büro fahre. Meistens brauche ich etwa eine halbe Stunde, selten mal eine Ganze, und ausserhalb der üblichen Stosszeiten schaffe ich es auch schon mal in 15 Minuten.
Zwar muss ich bei IBM nicht mehr jeden Tag ins Büro, aber auch wenn ich zu Kunden in die Stinkestadt runter muss, fahre ich gegen den Strom (der fliesst bzw. steht morgens hoch und abends wieder runter), so dass ich recht zügig vorankomme.
Allerdings stehen uns demnächst ein paar Veränderungen ins Haus, die ein anderes Licht auf die Standortfrage werfen. In gut einem Jahr kommt Citlali in die Schule. Wir haben uns noch nicht entschieden, in welche wir sie schicken wollen, aber mir schwebt eine der europäischen Schulen vor. Und davon gibt es hier oben eher wenige. Ausserdem will Evelyn die Rollschuhe endgültig an den Nagel hängen und studieren gehen. Zwar gibt es hier oben Unis, aber die zählen zu den Teureren, Evelyn dachte eher an eine der einfacheren unten in der Stadt.
Und so spielen wir seit ein paar Tagen verschiedene Szenarien durch.
Wir bleiben hier wohnen
Dann hätte Citlali einen recht weiten Schulweg und entweder einer von uns müsste sie fahren (nicht gerade verlockend) oder sie ist jeden Tag 'ne kleine Ewigkeit mit dem Schulbus unterwegs. Und Evelyn findet den weiten Weg in die Uni auch nicht gerade toll, auch wenn es gegen den Strom geht.
Wir ziehen runter in die Stadt
Würde mich mittlerweile verkehrstechnisch nicht mehr so sehr treffen, weil ich viel von zu Hause aus arbeiten kann oder ohnehin bei Kunden bin. Allerdings stört mich der Gedanke, dass meine Kinder in dieser verdreckten Luft leben müssen. Und es ist schwierig, da unten ein (bezahlbares) Haus zu finden.
Wir ziehen in eine andere Stadt
Wenn ich zu Hause arbeite, ist es relativ egal, wo dieses zu Hause ist. Wenn ich auf Reisen bin, ist es auch egal, wo ich nicht zu Hause bin. Und für die gelegentlichen Termine im Büro und Projekte bei Kunden sollte das neue Zuhause natürlich nicht all zu weit vom DeEffe weg sein. Dafür könnten wir in einer anderen Stadt vielleicht Uni und Schule finden, die sich in vernünftigen Zeiten erreichen lassen, weil die Stadt einfach kleiner ist und/oder es dort weniger Verkehr hat. Prinzipiell kommen zwei Städte in Frage, Toluca im Westen, oder Cuernavaca im Süden, wobei das Klima in Cuernavaca eindeutig besser ist. Und man findet dort Häuser mit kleinem Garten zu akzeptablen Preisen.
Tja, wie gesagt, wir überlegen noch. Falls jemand Anregungen hat, ab in die Kommentare damit!
Dass die Entscheidung richtig war, merke ich, wenn ich ins Büro fahre. Meistens brauche ich etwa eine halbe Stunde, selten mal eine Ganze, und ausserhalb der üblichen Stosszeiten schaffe ich es auch schon mal in 15 Minuten.
Zwar muss ich bei IBM nicht mehr jeden Tag ins Büro, aber auch wenn ich zu Kunden in die Stinkestadt runter muss, fahre ich gegen den Strom (der fliesst bzw. steht morgens hoch und abends wieder runter), so dass ich recht zügig vorankomme.
Allerdings stehen uns demnächst ein paar Veränderungen ins Haus, die ein anderes Licht auf die Standortfrage werfen. In gut einem Jahr kommt Citlali in die Schule. Wir haben uns noch nicht entschieden, in welche wir sie schicken wollen, aber mir schwebt eine der europäischen Schulen vor. Und davon gibt es hier oben eher wenige. Ausserdem will Evelyn die Rollschuhe endgültig an den Nagel hängen und studieren gehen. Zwar gibt es hier oben Unis, aber die zählen zu den Teureren, Evelyn dachte eher an eine der einfacheren unten in der Stadt.
Und so spielen wir seit ein paar Tagen verschiedene Szenarien durch.
Wir bleiben hier wohnen
Dann hätte Citlali einen recht weiten Schulweg und entweder einer von uns müsste sie fahren (nicht gerade verlockend) oder sie ist jeden Tag 'ne kleine Ewigkeit mit dem Schulbus unterwegs. Und Evelyn findet den weiten Weg in die Uni auch nicht gerade toll, auch wenn es gegen den Strom geht.
Wir ziehen runter in die Stadt
Würde mich mittlerweile verkehrstechnisch nicht mehr so sehr treffen, weil ich viel von zu Hause aus arbeiten kann oder ohnehin bei Kunden bin. Allerdings stört mich der Gedanke, dass meine Kinder in dieser verdreckten Luft leben müssen. Und es ist schwierig, da unten ein (bezahlbares) Haus zu finden.
Wir ziehen in eine andere Stadt
Wenn ich zu Hause arbeite, ist es relativ egal, wo dieses zu Hause ist. Wenn ich auf Reisen bin, ist es auch egal, wo ich nicht zu Hause bin. Und für die gelegentlichen Termine im Büro und Projekte bei Kunden sollte das neue Zuhause natürlich nicht all zu weit vom DeEffe weg sein. Dafür könnten wir in einer anderen Stadt vielleicht Uni und Schule finden, die sich in vernünftigen Zeiten erreichen lassen, weil die Stadt einfach kleiner ist und/oder es dort weniger Verkehr hat. Prinzipiell kommen zwei Städte in Frage, Toluca im Westen, oder Cuernavaca im Süden, wobei das Klima in Cuernavaca eindeutig besser ist. Und man findet dort Häuser mit kleinem Garten zu akzeptablen Preisen.
Tja, wie gesagt, wir überlegen noch. Falls jemand Anregungen hat, ab in die Kommentare damit!
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um
19:10
14
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| Labels: DeEffe, Wohnen |
Montag, März 01, 2010
Cicloton
Am Sonntag war mal wieder Cicloton. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal dabei war, der Staubschicht auf dem Rad nach zu urteilen ist es verdammt lang her. Ich überlegte kurz, ob ich Citlali mitnehmen sollte, sie mag ihren Anhänger zwar, verlor aber bisher immer nach relativ kurzer Zeit den Spass an der Reise und wollte wieder raus. Allerdings war ich ja auch nicht gerade in Bestform, also nahm ich sie mit, würde schon irgendwie klappen. Und wie es klappte. Sie sass in ihrem Anhänger, genoss die Fahrt, sang mir ihr komplettes Repertoir an Kinderliedern vor und immer, wenn ich sie fragte, ob sie schon genug habe und zurück wollte, protestierte sie, ich solle weiterfahren.
So fuhren wir gute 30km in knapp zwei Stunden und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich derjenige war, der zuerst die Schnautze voll hatte. Ganz toll fand ich den Abschnitt im Süden, der führt endlich wieder über Rio Churubusco, ist also kreuzungsfrei. Die Auffahrten auf die Brücken sind mit dem Hänger natürlich etwas heftiger, aber es geht. Was ich allerdings nicht so ganz verstanden habe, sind die Leute, die auf den Brücken standen und dazu aufforderten, langsam hinunter zu fahren oder gar abzusteigen. Man kann es auch übertreiben. Trotzdem war die Fahrt genial, wir sind nächstes Mal wieder dabei!
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um
18:55
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| Labels: DeEffe, Fahrrad |
Mittwoch, Dezember 02, 2009
Getrickse bei der Abgasuntersuchung
Letzte Woche hab' ich den Peugeot zur Abgasuntersuchung gebracht. Und erstmal gelernt, dass man sein Auto in dem Staat zur Verificación bringen muss, in dem er angemeldet ist, also in diesem Fall nicht hier im DeEffe, sondern im Estado de Mexico.
Da ich mich dort nicht auskenne, hab' ich einfach mal den Schwager gefragt, schliesslich wohnt er im Estado. Kein Problem, er kommt mit. Bei der Ankunft erstmal gefragt, was das denn kostet. 274 Pesos. "Mit allem?" fragt der Schwager. "Nö, mit allem kostet 374", sagt der Kontrolleur. Ich bezahlte also erstmal und während der Kontrolleur den Test machte, fragte ich den Schwager was denn das "mit allem" sollte.
Es sei so, dass die Systeme relativ gut gegen Manipulationen gesichert seien, unter anderem werden die Kontrolleure mittels Kameras überwacht, um zu verhindern, dass ihnen jemand Geld zusteckt. Würde er mir aber 100 Peso zu viel kassieren, fällt das weniger auf und das wäre sowas wie eine Garantie, dass der Wagen durchkommt.
Prompt kam der Kontrolleur zu uns und erklärte , die Werte seien zu hoch, der Wagen hätte nicht bestanden. Und fügte etwas leiser hinzu, wir sollen in 15 Minuten wiederkommen. Also fuhren wir raus, warteten eine Viertelstunde und fuhren danach wieder ins Verificentro. Bezahlt haben wir diesmal nichts und, oh Wunder, diesmal bestand der Peugeot die Prüfung.
Und seither frage ich mich, ob die Abgaswerte des Peugeot tatsächlich mies sind und die Jungs im zweiten Anlauf getrickst haben oder ob sie beim ersten Anlauf tricksten, um mir das Gefühl zu geben, etwas für meine 100 Peso extra bekommen zu haben.
Da ich mich dort nicht auskenne, hab' ich einfach mal den Schwager gefragt, schliesslich wohnt er im Estado. Kein Problem, er kommt mit. Bei der Ankunft erstmal gefragt, was das denn kostet. 274 Pesos. "Mit allem?" fragt der Schwager. "Nö, mit allem kostet 374", sagt der Kontrolleur. Ich bezahlte also erstmal und während der Kontrolleur den Test machte, fragte ich den Schwager was denn das "mit allem" sollte.
Es sei so, dass die Systeme relativ gut gegen Manipulationen gesichert seien, unter anderem werden die Kontrolleure mittels Kameras überwacht, um zu verhindern, dass ihnen jemand Geld zusteckt. Würde er mir aber 100 Peso zu viel kassieren, fällt das weniger auf und das wäre sowas wie eine Garantie, dass der Wagen durchkommt.
Prompt kam der Kontrolleur zu uns und erklärte , die Werte seien zu hoch, der Wagen hätte nicht bestanden. Und fügte etwas leiser hinzu, wir sollen in 15 Minuten wiederkommen. Also fuhren wir raus, warteten eine Viertelstunde und fuhren danach wieder ins Verificentro. Bezahlt haben wir diesmal nichts und, oh Wunder, diesmal bestand der Peugeot die Prüfung.
Und seither frage ich mich, ob die Abgaswerte des Peugeot tatsächlich mies sind und die Jungs im zweiten Anlauf getrickst haben oder ob sie beim ersten Anlauf tricksten, um mir das Gefühl zu geben, etwas für meine 100 Peso extra bekommen zu haben.
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um
13:42
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| Labels: 307, Autos, DeEffe, Sitten und Gebräuche, Verkehr |
Samstag, September 12, 2009
Reingefallen
Sie hat etwas mit Weihnachten gemeinsam. Sie kommt jedes Jahr auf's Neue, überrascht trotzdem die meisten Menschen hier recht unvorbereitet und sie läuft nach festen Ritualen ab. Die Regenzeit.
Sie beginnt Ende Juli, Anfang August mit abendlichem Regen, der prompt den Verkehr zusammenbrechen lässt. Sogleich beginnt in den Nachrichten das Lamentieren über den schlechten Zustand der Infrastruktur, die verstopften Abwaserkanäle, die Schlaglöcher, die mit jedem Regenguss grösser, tiefer und zahlreicher werden und der dringende Appell, keinen Müll auf die Strasse zu werfen, weil dieser sich dann in den Abwasserkanälen sammelt, selbige verstopft und so für Überschwemmungen sorgt.
Je nach politischer Präferenz des Nachrichtensenders werden dann die aktuelle Regierung der Stadt, deren Vorgänger, der Präsident der Republik oder sonstwer für die Überschwemmungen verantwortlich gemacht.Argumente gibt es genug und die werden wohl auch nicht weniger, so lange Geld in künstliche Strände und Eisbahnen in der Stadt statt in Abwasserkanäle investiert wird.
Wirklich ändern tut sich dann aber nichts, alleine in Santa Fe kenne ich zwei Stellen, an denen sich jedes Jahr zur Regenzeit tagtäglich der Verkehr staut, weil von drei Fahrspuren zwei so tief unter Wasser stehen, dass nur noch eine benutzt werden kann.
Aber immerhin sind die Überschwemmungen immer wieder für eine Schlagzeile gut. Oder einen Lacher:
Sie beginnt Ende Juli, Anfang August mit abendlichem Regen, der prompt den Verkehr zusammenbrechen lässt. Sogleich beginnt in den Nachrichten das Lamentieren über den schlechten Zustand der Infrastruktur, die verstopften Abwaserkanäle, die Schlaglöcher, die mit jedem Regenguss grösser, tiefer und zahlreicher werden und der dringende Appell, keinen Müll auf die Strasse zu werfen, weil dieser sich dann in den Abwasserkanälen sammelt, selbige verstopft und so für Überschwemmungen sorgt.
Je nach politischer Präferenz des Nachrichtensenders werden dann die aktuelle Regierung der Stadt, deren Vorgänger, der Präsident der Republik oder sonstwer für die Überschwemmungen verantwortlich gemacht.
Wirklich ändern tut sich dann aber nichts, alleine in Santa Fe kenne ich zwei Stellen, an denen sich jedes Jahr zur Regenzeit tagtäglich der Verkehr staut, weil von drei Fahrspuren zwei so tief unter Wasser stehen, dass nur noch eine benutzt werden kann.
Aber immerhin sind die Überschwemmungen immer wieder für eine Schlagzeile gut. Oder einen Lacher:
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um
08:35
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| Labels: DeEffe, Dumm gelaufen, Sitten und Gebräuche, Verkehr |
Montag, Januar 26, 2009
Einmal (die Woche) aussetzen
Es gibt ja hier im DeEffe ein Programm zur Luftverbesserung (oder Verkehrsverminderung). Komischerweise finde ich hier im Arschief Archiv gar nix dazu, hab' ich da tatsächlich noch nie was darüber geschrieben? Nun ja, es geht darum, dass die Autos hier verschiedenen Schadstoffklassen zugewiesen werden und wenn ein Auto nicht der Klasse zero (null) oder doble zero (doppel null) entspricht, darf es an einem Tag in der Woche und einem Samstag im Monat nicht fahren. Der Tag wird durch die letzte Ziffer des Kennzeichens festgelegt, uns würde beispielsweise der Montag und der erste Samstag im Monat treffen. Würde, weil der Tracker bzw. mein Trinkgeld an den Prüfer die Norm der Klasse zero erfüllt.
Nun ging ich bisher davon aus, dass diese Schadstoffklassen nur etwas mit dem Schadstoffausstoss des Autos zu tun hätten. Bis mir gestern jemand erzählte, dass er demnächst sein Auto verkaufen will, weil es nächstes Jahr nicht mehr die zero-Plakette bekommt. Und siehe da, auf dieser Seite, Abschnitt II.1 stehen die Voraussetzungen für die Zero-Plakette: Abgas-Grenzwerte und ein maximales Alter von acht Jahren.
Hat da draussen jemand Interesse an einem Tracker, Baujahr 2001?
Nun ging ich bisher davon aus, dass diese Schadstoffklassen nur etwas mit dem Schadstoffausstoss des Autos zu tun hätten. Bis mir gestern jemand erzählte, dass er demnächst sein Auto verkaufen will, weil es nächstes Jahr nicht mehr die zero-Plakette bekommt. Und siehe da, auf dieser Seite, Abschnitt II.1 stehen die Voraussetzungen für die Zero-Plakette: Abgas-Grenzwerte und ein maximales Alter von acht Jahren.
Hat da draussen jemand Interesse an einem Tracker, Baujahr 2001?
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um
18:12
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| Labels: DeEffe, Tracker, Verkehr |
Donnerstag, Juli 10, 2008
Parkticket
An vielen Parkplätzen (z.B. an denen der Supermärkte) findet sich hier der Hinweis, daß man im Falle des Verlustes des Parktickets erstens eine erhöhte Parkgebühr bezahlen und außerdem nachweisen muß, daß man tatsächlich Besitzer es Wagens ist, mit dem man den Parkplatz zu verlassen gedenkt. Das soll wohl Diebstähle verhindern.
So auch an dem, auf dem ich gestern abend kurz parkte und irgendwie tatsächlich dieses dämliche Ticket verloren habe. Ganz toll. Ich war alleine unterwegs, hatte natürlich keine Papiere außer dem deutschen Personalausweis und Führerschein dabei und um das Chaos perfekt zu machen, laufen die Papiere des Tracker auf Evelyns Namen. Und zwar nicht auf Evelyn Bohn, sondern, wie hier üblich, auf ihren Mädchennamen, was es noch einen Tick schwieriger machen würde, jetzt plausibel zu erklären, daß die Kiste mir gehört.
Also bin ich erstmal zu Fuß zur Schranke gegangen, man will ja nicht den ganzen Verkehr aufhalten, und hab' dem Kassierer erzählt, daß ich das doofe Ticket verloren habe. Der meinte, in dem Fall müsste er mir halt 80 Peso (nicht ganz 5 Euro) berechnen, statt der normalen drei, da kann er leider nichts machen. "Sonst gibt es da aber kein Problem?" fragte ich vorsichtig (nur keine schlafenden Hunde wecken) und er verneinte. Und tatsächlich, ich fuhr mit dem Tracker vor, er erkannte mich wieder, entschuldigte sich nochmal, daß er am Preis nix machen könnte, ich drückte die 80 Peso ab und fuhr von dannen.
Glück gehabt!
So auch an dem, auf dem ich gestern abend kurz parkte und irgendwie tatsächlich dieses dämliche Ticket verloren habe. Ganz toll. Ich war alleine unterwegs, hatte natürlich keine Papiere außer dem deutschen Personalausweis und Führerschein dabei und um das Chaos perfekt zu machen, laufen die Papiere des Tracker auf Evelyns Namen. Und zwar nicht auf Evelyn Bohn, sondern, wie hier üblich, auf ihren Mädchennamen, was es noch einen Tick schwieriger machen würde, jetzt plausibel zu erklären, daß die Kiste mir gehört.
Also bin ich erstmal zu Fuß zur Schranke gegangen, man will ja nicht den ganzen Verkehr aufhalten, und hab' dem Kassierer erzählt, daß ich das doofe Ticket verloren habe. Der meinte, in dem Fall müsste er mir halt 80 Peso (nicht ganz 5 Euro) berechnen, statt der normalen drei, da kann er leider nichts machen. "Sonst gibt es da aber kein Problem?" fragte ich vorsichtig (nur keine schlafenden Hunde wecken) und er verneinte. Und tatsächlich, ich fuhr mit dem Tracker vor, er erkannte mich wieder, entschuldigte sich nochmal, daß er am Preis nix machen könnte, ich drückte die 80 Peso ab und fuhr von dannen.
Glück gehabt!
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um
11:46
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| Labels: DeEffe, Sitten und Gebräuche, Verkehr |
Dienstag, Juli 01, 2008
Ein Jahr Ciclotón
Am Sonntag war mal wieder Ciclotón. Und weil die Veranstaltung schon ein Jahr alt ist, gab es T-Shirts für alle. Auch wenn dunkles Lila nicht wirklich meine Lieblingsfarbe ist, trotzdem Danke!
Der Ciclotón an sich war allerdings eher Mau. Zum einen, weil die Strecke geändert wurde. Ich mochte bisher die Teile im Osten und vor allem im Süden (Rio Churubusco) des Rundkurses am meisten, weil man dort längere Strecken ohne Ampeln fahren konnte. Die neue Strecke ist nicht nur knappe 10km kürzer, sondern führt eben im Osten und Süden (Eje 7 sur) jetzt über Straßen, auf denen etwa alle 250m eine Ampelkreuzung ist. Und jede zweite Ampel ist rot, so daß man eigentlich kaum vorwärts kommt. Da ist sogar die zugeparkte Ciclopista interessanter. Bleibt zu hoffen, daß man wieder auf die alte Streckenführung zurückkehrt, sobald die Baustelle auf Rio Churubusco beendet ist.
Seltsamerweise wurde die Strecke im Zentrum nicht geändert, obwohl dort eine angekündigte Demonstration stattfand:

Die wissen wirklich, wie man sich Freunde macht. Und der Tip der Polis, doch einfach auf den Gehweg auszuweichen, war ganz toll. Ich wollte schon immer mal um Touristen herum Slalom fahren.
Der Ciclotón an sich war allerdings eher Mau. Zum einen, weil die Strecke geändert wurde. Ich mochte bisher die Teile im Osten und vor allem im Süden (Rio Churubusco) des Rundkurses am meisten, weil man dort längere Strecken ohne Ampeln fahren konnte. Die neue Strecke ist nicht nur knappe 10km kürzer, sondern führt eben im Osten und Süden (Eje 7 sur) jetzt über Straßen, auf denen etwa alle 250m eine Ampelkreuzung ist. Und jede zweite Ampel ist rot, so daß man eigentlich kaum vorwärts kommt. Da ist sogar die zugeparkte Ciclopista interessanter. Bleibt zu hoffen, daß man wieder auf die alte Streckenführung zurückkehrt, sobald die Baustelle auf Rio Churubusco beendet ist.
Seltsamerweise wurde die Strecke im Zentrum nicht geändert, obwohl dort eine angekündigte Demonstration stattfand:

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um
16:04
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| Labels: DeEffe, Fahrrad |
Donnerstag, Mai 29, 2008
Bici Rally
Die Information zur Veranstaltung ist recht dürftig, aber interesieren würde es mich trotzdem. Wer macht mit? Kriegen wir fünf Leute zusammen?
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um
15:05
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| Labels: DeEffe, Fahrrad |
Montag, Mai 05, 2008
Ciclotón
Manchmal wünschte ich mir, ich hätte beim Radfahren eine Helmkamera dabei, die pausenlos aufzeichnet. Dann könnte ich jetzt ein lustiges Filmchen vom gestrigen Ciclotón zeigen, von einer dicken Dame, die auf die rote Ampel zufuhr und den Polizisten, die die Kreuzung sicherten zurief, daß sie nicht weiß, wie man anhält. Sie bremste zwar ab, machte aber keinerlei Anstalten, die Füße von den Pedalen zu nehmen sondern fing an zu taumeln und wurde schließlich von drei Polizisten aufgefangen, bevor sie umfiel.Ein witziger, aber leider schwer zu beschreibender Anblick.
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um
17:50
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| Labels: DeEffe, Fahrrad |
Montag, März 31, 2008
Auf den letzten Drücker
Es gib hier sowas wie eine KFZ-Steuer, die sogenannte Tenencia. Die wird allerdings immer für ein Kalenderjahr fällig und so bekamen wir auch in diesem Jahr im Januar den Steuerbescheid, den ich pflichtbewußt auf den zu erledigen-Stapel legte. Dort liegt er übrigens immer noch.
Nun ist das mit dem Bezahlen der Tenencia nicht wirklich eilig, da gibt es keine Erinnerung, keine Mahnung und es fragt auch keiner danach, bis zur Abgasuntersuchung im zweiten Halbjahr. Ist die Tenencia bis dahin nicht bezahlt, kann man die Abgasuntersuchung nicht machen lassen und Fahren ohne gültige Abgasuntersuchung kostet gute 1000 Peso, nicht gerade billig, weshalb ich mir als Stichtag "irgendwann vor Juli" merkte.
Es gibt da allerdings noch ein wichtiges Datum, von dem ich bisher nichts wußte: der 31. März. Hat man die Tenencia bis dahin nicht bezahlt, werden Säumnisgebühren von etwa 1200 Peso fällig, das wäre in unserem Fall mehr als 50% der Tenencia. Wie gut, dass beim Mittagessen mit den Kollegen das Thema auf die Tenencia kam. Und siehe da, von acht Leuten haben drei noch nicht bezahlt. Und jetzt kommt etwas Geniales:
Natürlich hätte ich jetzt nach Hause fahren können, um den Steuerbescheid zu suchen und ihn dann auf der Bank zu bezahlen oder ihn online zu überweisen. Man kann aber auch einfach auf der entsprechenden Seite im Internet die Autonummer eingeben, eine Kopie des Steuerbescheides ausdrucken und den dann im nächsten Supermarkt bezahlen. Das hat schon seinen Reiz, wenn man für das ganze Prozedere nur die Autonummer braucht. Gut, eine Einzugsermächtigung (gibt es meines Wissens nach hier nicht) hätte das Problem auch gelöst und datenschutztechnisch ist das System nicht ganz ohne, immerhin kann jeder auf der Seite sehen, was wir an Tenencia bezahlen, wenn er unsere Autonummer weiss. Trotzdem hat es mir gerade 1200 Peso erspart.Das stärkt meine Verhandlungsposition, wenn es demnächst darum geht, ob ich wirklich eine neue Kamera brauche, wo sich doch die Fuji auf wundersame Weise erholt hat.
Nun ist das mit dem Bezahlen der Tenencia nicht wirklich eilig, da gibt es keine Erinnerung, keine Mahnung und es fragt auch keiner danach, bis zur Abgasuntersuchung im zweiten Halbjahr. Ist die Tenencia bis dahin nicht bezahlt, kann man die Abgasuntersuchung nicht machen lassen und Fahren ohne gültige Abgasuntersuchung kostet gute 1000 Peso, nicht gerade billig, weshalb ich mir als Stichtag "irgendwann vor Juli" merkte.
Es gibt da allerdings noch ein wichtiges Datum, von dem ich bisher nichts wußte: der 31. März. Hat man die Tenencia bis dahin nicht bezahlt, werden Säumnisgebühren von etwa 1200 Peso fällig, das wäre in unserem Fall mehr als 50% der Tenencia. Wie gut, dass beim Mittagessen mit den Kollegen das Thema auf die Tenencia kam. Und siehe da, von acht Leuten haben drei noch nicht bezahlt. Und jetzt kommt etwas Geniales:
Natürlich hätte ich jetzt nach Hause fahren können, um den Steuerbescheid zu suchen und ihn dann auf der Bank zu bezahlen oder ihn online zu überweisen. Man kann aber auch einfach auf der entsprechenden Seite im Internet die Autonummer eingeben, eine Kopie des Steuerbescheides ausdrucken und den dann im nächsten Supermarkt bezahlen. Das hat schon seinen Reiz, wenn man für das ganze Prozedere nur die Autonummer braucht. Gut, eine Einzugsermächtigung (gibt es meines Wissens nach hier nicht) hätte das Problem auch gelöst und datenschutztechnisch ist das System nicht ganz ohne, immerhin kann jeder auf der Seite sehen, was wir an Tenencia bezahlen, wenn er unsere Autonummer weiss. Trotzdem hat es mir gerade 1200 Peso erspart.
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um
17:23
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| Labels: Behörden, DeEffe, Sitten und Gebräuche, Tracker |
Donnerstag, März 13, 2008
90 Minuten
habe ich heute morgen für die 8km ins Büro gebraucht. Und nichtmal ansatzweise eine Ahnung, warum. Einfach nur viel Verkehr, der sich dann irgendwann spurlos auflöst. Es gibt Tage, an denen hasse ich diese Stadt! Ich will mein Fahrrad wiederhaben!
[Nachtrag]
Mittlerweile weiß ich, warum: Ein Stück weit oberhalb der Brücken haben Anwohner gegen den Verkehr protestiert, das führte zum Rückstau, in dem ich stand. Das macht mich jetzt allerdings auch nicht weniger angefressen!
[Nachtrag]
Mittlerweile weiß ich, warum: Ein Stück weit oberhalb der Brücken haben Anwohner gegen den Verkehr protestiert, das führte zum Rückstau, in dem ich stand. Das macht mich jetzt allerdings auch nicht weniger angefressen!
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um
09:45
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| Labels: DeEffe, Verkehr |
Montag, Januar 14, 2008
Kafkaesk
Freitag abend. Ich bin mit dem Rad unterwegs in die Stadt, leicht genervt von den Fußgängern, die in kleinen Gruppen auf dem Radweg herumstehen oder (natürlich nebeneinander) gehen und auch auf Pressluftgehupe erst dann reagieren, wenn ich bereits heftig abgebremst habe, um sie nicht über den Haufen zu fahren.
An der Kreuzung Palmas/Periferico hält ein ein Auto, um zwei Leute aussteigen zu lassen. Ich mache den Fahrer (zugegebenermaßen auf eher unhöfliche Art und Weise) darauf aufmerksam, daß er dabei mit seiner Dreckskarre den Radweg auf seiner gesamten Breite blockiert, was er (auf noch unhöflichere Art) kontert, indem er mich aufs Übelste beschimpft und mir Prügel androht. Da ich keinen Bock hab', mich von drei Leuten vermöbeln zu lassen, suche ich das Weite, nicht ohne mich mit dem Fuß kräftig vom Kotflügel der Kiste abzustoßen.
Das bringt die drei Schwachmaten erst recht auf die Palme, sie fordern mich auf, zurückzukommen, damit sie mich verhauen können, ein Angebot, dem ich durchaus widerstehen kann, ich setze meinen Weg fort.
Hundert Meter weiter treffe ich einen Polizisten, einen Verkehrspolizisten, um genau zu sein. Ich spreche ihn an und sage ihm, daß an der Kreuzung jemand den Radweg blockiert und daß ich außerdem bedroht wurde. Er erwidert, er habe keine Zeit, er müsse die Ampel umschalten. Ich frage, ob nicht vielleicht ein Kollege in der Nähe wäre oder ob nicht seine Ampel kurz auf ihn verzichten könne, was er mit einem knappen Nein beantwortete. Ich bedanke mich bei ihm, zwar durchaus mit einem Tonfall, der ahnen läßt, daß ich mit seinem Verhalten alles andere als zufrieden bin, aber ohne dies explizit zu erwähnen, oder ihn gar in irgendeiner Art und Weise zu beleidigen.
Ich schwinge mich wieder auf mein Rad, der Polizist brabbelt mir irgendetwas hinterher, was ich nicht verstehe, was mich auch nicht wirklich interessiert. Bis auf das letzte Wort: Pendejo (Vollidiot). Ich fahre wieder zurück und frage ihn, wie er mich gerade genannt hat. Er meint, ich hätte ihn schon richtig verstanden. Meine Frage nach seinem Namen beantwortet er mit "Denk Dir einen aus". Obwohl ich genau weiß, daß ich mich nicht bei seinem Scheff über ihn beschweren werde (weil mich das meine Zeit kostet und wahrscheinlich genau gar nichts bringt), sträubt sich etwas in mir, den Typen einfach damit durchkommen zu lassen, daß er mich einen Idioten nennt, ich bestehe darauf, daß er mir seinen Namen nennt und mit kindischem Trotz erwidert er mir, daß er mir den nicht sagen wird. Seine Uniform hat weder ein Namensschild
noch eine Dienstnummer, die mir weiterhilft, also sage ich ihm, daß ich eben ein Foto von ihm machen werde, mit dem sein Scheff ihn sicher identifizieren kann. Statt der erwarteten Gegenwehr kommt von ihm ein trotziges "Mach was Du willst, aber meinen Namen sag' ich Dir nicht!".
Als ich dann tatsächlich meine Kamera aus der Tasche ziehe, dreht er sich um, verläßt seinen Posten an der Ampel und beginnt, davonzulaufen. Ich laufe langsam hinterher, versuche ein brauchbares Foto von ihm zu machen (ohne wirklich zu wissen, wofür) während er sich immer wieder von mir wegdreht.
Irgendwann wird mir das dann definitiv zu dämlich, obwohl ich kein brauchbares Foto habe (die Fuji ist bei Dunkelheit einfach nur mies) bedanke ich mich anständig beim uniformierten Clown für das tolle Bild, wünsche ihm ein angenehmens Wochenende und mache mich wieder auf meinen Weg, grübelnd, ob ich dem Kerl jetzt böse sein soll, weil mich grundlos einen Idioten genannt hat, oder ob mir jemand, der sich aus Angst, daß jemand ein Foto von ihm macht, wie ein kleiner Junge davonläuft vielleicht doch einfach nur leid tun sollte.
An der Kreuzung Palmas/Periferico hält ein ein Auto, um zwei Leute aussteigen zu lassen. Ich mache den Fahrer (zugegebenermaßen auf eher unhöfliche Art und Weise) darauf aufmerksam, daß er dabei mit seiner Dreckskarre den Radweg auf seiner gesamten Breite blockiert, was er (auf noch unhöflichere Art) kontert, indem er mich aufs Übelste beschimpft und mir Prügel androht. Da ich keinen Bock hab', mich von drei Leuten vermöbeln zu lassen, suche ich das Weite, nicht ohne mich mit dem Fuß kräftig vom Kotflügel der Kiste abzustoßen.
Das bringt die drei Schwachmaten erst recht auf die Palme, sie fordern mich auf, zurückzukommen, damit sie mich verhauen können, ein Angebot, dem ich durchaus widerstehen kann, ich setze meinen Weg fort.
Hundert Meter weiter treffe ich einen Polizisten, einen Verkehrspolizisten, um genau zu sein. Ich spreche ihn an und sage ihm, daß an der Kreuzung jemand den Radweg blockiert und daß ich außerdem bedroht wurde. Er erwidert, er habe keine Zeit, er müsse die Ampel umschalten. Ich frage, ob nicht vielleicht ein Kollege in der Nähe wäre oder ob nicht seine Ampel kurz auf ihn verzichten könne, was er mit einem knappen Nein beantwortete. Ich bedanke mich bei ihm, zwar durchaus mit einem Tonfall, der ahnen läßt, daß ich mit seinem Verhalten alles andere als zufrieden bin, aber ohne dies explizit zu erwähnen, oder ihn gar in irgendeiner Art und Weise zu beleidigen.
Ich schwinge mich wieder auf mein Rad, der Polizist brabbelt mir irgendetwas hinterher, was ich nicht verstehe, was mich auch nicht wirklich interessiert. Bis auf das letzte Wort: Pendejo (Vollidiot). Ich fahre wieder zurück und frage ihn, wie er mich gerade genannt hat. Er meint, ich hätte ihn schon richtig verstanden. Meine Frage nach seinem Namen beantwortet er mit "Denk Dir einen aus". Obwohl ich genau weiß, daß ich mich nicht bei seinem Scheff über ihn beschweren werde (weil mich das meine Zeit kostet und wahrscheinlich genau gar nichts bringt), sträubt sich etwas in mir, den Typen einfach damit durchkommen zu lassen, daß er mich einen Idioten nennt, ich bestehe darauf, daß er mir seinen Namen nennt und mit kindischem Trotz erwidert er mir, daß er mir den nicht sagen wird. Seine Uniform hat weder ein Namensschild
noch eine Dienstnummer, die mir weiterhilft, also sage ich ihm, daß ich eben ein Foto von ihm machen werde, mit dem sein Scheff ihn sicher identifizieren kann. Statt der erwarteten Gegenwehr kommt von ihm ein trotziges "Mach was Du willst, aber meinen Namen sag' ich Dir nicht!".
Als ich dann tatsächlich meine Kamera aus der Tasche ziehe, dreht er sich um, verläßt seinen Posten an der Ampel und beginnt, davonzulaufen. Ich laufe langsam hinterher, versuche ein brauchbares Foto von ihm zu machen (ohne wirklich zu wissen, wofür) während er sich immer wieder von mir wegdreht.
Irgendwann wird mir das dann definitiv zu dämlich, obwohl ich kein brauchbares Foto habe (die Fuji ist bei Dunkelheit einfach nur mies) bedanke ich mich anständig beim uniformierten Clown für das tolle Bild, wünsche ihm ein angenehmens Wochenende und mache mich wieder auf meinen Weg, grübelnd, ob ich dem Kerl jetzt böse sein soll, weil mich grundlos einen Idioten genannt hat, oder ob mir jemand, der sich aus Angst, daß jemand ein Foto von ihm macht, wie ein kleiner Junge davonläuft vielleicht doch einfach nur leid tun sollte.
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um
17:51
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| Labels: DeEffe, Fahrrad |
Mittwoch, Januar 09, 2008
Dreikönigsumzug
Am Sonntag waren ich mit Citlali alleine auf Reforma, Evelyn wollte zu Hause ein paar Dinge erledigen. Ich lies das Fahrrad zu Hause und nahm stattdessen die Inline-Skates, den Anhänger probierte ich diesmal als Kinderwagen aus. Tolle Sache, sehr bequem zu schieben und wunderbar spurstabil. Allerdings wäre eine Bremse nicht schlecht, da tut man sich mit der popeligen Bremse an den Rollschuhen etwas schwer, wenn man mal etwas heftiger verzögern möchte.
Diesen Sonntag fand auf Reforma außerdem ein Umzug statt, hatte wohl was mit den drei Königen zu tun. Auch wenn ich nicht wirklich weiß, worum es dabei ging, bzw. in welchem Zusammenhang die einzelnen Gruppen standen oder was sie darzustellen versuchten, war es interessant. Citlali hat sich köstlich amüsiert, sie hüpfte, so weit der Gurt es zulies, zur Musik in ihrem Wagen herum und natürlich haben wir uns auch ein Weilchen an die Strecke gestellt um zuzusehen:



Diesen Sonntag fand auf Reforma außerdem ein Umzug statt, hatte wohl was mit den drei Königen zu tun. Auch wenn ich nicht wirklich weiß, worum es dabei ging, bzw. in welchem Zusammenhang die einzelnen Gruppen standen oder was sie darzustellen versuchten, war es interessant. Citlali hat sich köstlich amüsiert, sie hüpfte, so weit der Gurt es zulies, zur Musik in ihrem Wagen herum und natürlich haben wir uns auch ein Weilchen an die Strecke gestellt um zuzusehen:
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um
09:16
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Montag, Januar 07, 2008
Luftverschmutzung
Heute hatte ich mal wieder einen tollen Blick auf die Dunstglocke:

Allerdings ist es nicht so, daß sie immer so beeindruckend klar abgegrenzt ist, oft genug ist der Übergang zwischen braun-grau und blau fließend und liegt weiter oben. Wenn man dann noch Studien wie diese liest, nach der "die Luftverschmutzung in Mexiko City bei Schulkindern zu einem verminderten Lungenwachstum führt", betrachtet man die Aussicht mit gemischten Gefühlen.
Es ist ja nicht so, daß überhaupt nichts dagegen getan wird, die Luftqualität wird ständig kontrolliert, jedes Auto muss halbjährlich zur Abgasuntersuchung, es gibt verschiedene Notfallprogramme für den Fall, daß die Grenzwerte überschritten werden. Aber das alles wirkt seltsam hilflos, wenn man sieht, wie viele Leute morgens ihr Auto erstmal ein paar Minuten lang warmlaufen lassen, bevor sie losfahren. Vielleicht würde ein Bewußtseinswandel viel mehr helfen.

Allerdings ist es nicht so, daß sie immer so beeindruckend klar abgegrenzt ist, oft genug ist der Übergang zwischen braun-grau und blau fließend und liegt weiter oben. Wenn man dann noch Studien wie diese liest, nach der "die Luftverschmutzung in Mexiko City bei Schulkindern zu einem verminderten Lungenwachstum führt", betrachtet man die Aussicht mit gemischten Gefühlen.
Es ist ja nicht so, daß überhaupt nichts dagegen getan wird, die Luftqualität wird ständig kontrolliert, jedes Auto muss halbjährlich zur Abgasuntersuchung, es gibt verschiedene Notfallprogramme für den Fall, daß die Grenzwerte überschritten werden. Aber das alles wirkt seltsam hilflos, wenn man sieht, wie viele Leute morgens ihr Auto erstmal ein paar Minuten lang warmlaufen lassen, bevor sie losfahren. Vielleicht würde ein Bewußtseinswandel viel mehr helfen.
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um
17:45
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Freitag, Dezember 28, 2007
Radfahren
Vergangenes Wochenende bin ich mit dem Rad in den Nationalpark "Desierto de los Leones" gefahren, der liegt nur etwa 15km von unserem Haus entfernt. Insgesamt war ich über 40km unterwegs und hab' dabei gut 600 Höhenmeter überwunden, das Ganze in einer Landschaft, die mich sehr an den Schwarzwald erinnert. Allerdings viel höher, der höchste Punkt der Tour war El Pantano mit 3150m.
Eine ganz andere Art des Radfahrens gibt's im folgenden Video. Da fährt ein komplett durchgeknallter Radfahrer über den Viaducto Miguel Aleman. Nichts für schwache Nerven und trotzdem sehr sehenswert.
Eine ganz andere Art des Radfahrens gibt's im folgenden Video. Da fährt ein komplett durchgeknallter Radfahrer über den Viaducto Miguel Aleman. Nichts für schwache Nerven und trotzdem sehr sehenswert.
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um
16:45
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Inversionswetterlage
Das Watteartige zwischen den Häusern im Vordergrund und den Bergen im Hintergrund ist die Dunstglocke über dem DeEffe. Igitt!
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um
11:32
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Donnerstag, November 08, 2007
Nachtradeln
Als ich kurz vor neun am Angel ankam, waren dort nur ein knappes Dutzend Räder, mit der Zeit wurden es mehr und kurz vor zehn, mittlerweile war die Gruppe auf 60 Fahrräder gewachsen, ging es los. Während der Wartezeit merkte ich schon, daß ich falsch angezogen war, kurze Radhose, dünner Pulli und Windjacke bei knapp 11°, das tut, wenn man volle Lotte fährt, aber nicht, wenn man mit einer größeren Gruppe unterwegs ist, die öfter mal anhält, da kühlt man ganz schön aus.
Zuerst mal wurde entschieden, daß die Gruppe Lebensmittel für die Überflutungsopfer in Tabasco spenden will und da kaum jemand welche dabei hatte, radelten wir zu einem Supermarkt, kauften jeder ein paar Artikel und fuhren anschließend zur Sammelstelle, wo dann auch das Fernsehen (Televisa, wenn ich das Logo auf dem Micro richtig gesehen habe) ein paar Radler interviewt hat.
Es war mittlerweile elf, als es endlich losging. Nach Coyoacan. Die Fahrt war nett, wir fuhren auf einer der größeren Achsen, belegten dort zwei Fahrspuren und wurden von der Polizei eskortiert. Nach etwa einer Stunde kamen wir in Coyoacan an und fuhren das Jarocho an, ein recht bekanntes Café. Dort verging eine weitere halbe Stunde und irgendwie wollte mir das Ganze nicht wirklich gefallen, erstens war es kalt und ich hatte etwas mehr erwartet, als nur auf einen Kaffee nach Coyoacan zu fahren.
Auf dem Rückweg wurde ich dann eines besseren belehrt, da ging es nämlich erst los. Wir fuhren durch recht enge Gassen, durch einen Teil der Stadt, in dem ich zuvor noch nie war (ich habe ehrlich gesagt auch nicht den blassesten Schimmer, wo wir da waren), erst als wir zum zweiten mal an einer Kreuzung in diesem Labyrinth vorbeikamen, wurde mir klar, daß das die eigentliche Ausfahrt ist. Es ist ein interessantes Gefühl, nachts mit dem Rad durch Straßen zu fahren, in die ich mich tagsüber nicht mal mit dem Auto trauen würde. Die engen Gassen waren absolut menschenleer, zum Teil finster und wirkten recht gespenstisch.
Nach eineinhalb Stunden (es war mittlerweile zwei Uhr, das Thermometer zeigte 8°), kam Unruhe in der Gruppe auf, es wurde der Vorschlag gemacht, direkt in Richtung Angel zurückzufahren, was von Anderen abgelehnt wurde, sie wollten weiter auf den Nebenwegen fahren. Also teilten wir uns auf, ich schloß mich den Spaltern an und wir fuhren direkt über Insurgentes auf der Spur des Metrobusses (der um diese Zeit nicht mehr fuhr) zurück.
Insgesamt war es toll, 45km bei Nacht durch den Moloch, aber etwas spät, ich kam erst gegen halb vier ins Bett und schaue heute entsprechend sparsam aus der Wäsche.
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um
12:19
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| Labels: DeEffe, Fahrrad |
Dienstag, November 06, 2007
Reforma jetzt länger!
Natürlich nicht Reforma an sich, sondern der sonntägliche Fahrradparcours. Der ging nämlich bisher vom Brunnen der Diana Cazadora über die Avenida Juarez bis an den Zocalo und dann gleich wieder über Tacuba und Avenida Hidalgo zurück auf Reforma.
Seit Sonntag gibt es eine Schleife durch die historische Altstadt (Karte), die ich bisher nur als riesigen Marktplatz der sogenannten Ambulantes (man könnte sie als fliegende Händler bezeichnen) kannte. Da eben diese Ambulantes seit kurzem ihre Stände nicht mehr im Zentrum aufbauen dürfen, wirkten die Straßen fast schon gespenstisch leer. Allerdings kommen jetzt die Fassaden der alten Bauten endlich zur Geltung, die vorher hinter den Ständen verdeckt waren. Leider waren wir etwas spät dran, so daß mir keine Zeit für Fotos blieb, allerdings möchte ich das nächsten Sonntag unbedingt nachholen, da gibt es einiges zu entdecken.
Offizielle Informationen zu den Fahrrad-Events im DeEffe gibt es auf der Seite der Secretaría del Medio Ambiente (Spanisch).
Seit Sonntag gibt es eine Schleife durch die historische Altstadt (Karte), die ich bisher nur als riesigen Marktplatz der sogenannten Ambulantes (man könnte sie als fliegende Händler bezeichnen) kannte. Da eben diese Ambulantes seit kurzem ihre Stände nicht mehr im Zentrum aufbauen dürfen, wirkten die Straßen fast schon gespenstisch leer. Allerdings kommen jetzt die Fassaden der alten Bauten endlich zur Geltung, die vorher hinter den Ständen verdeckt waren. Leider waren wir etwas spät dran, so daß mir keine Zeit für Fotos blieb, allerdings möchte ich das nächsten Sonntag unbedingt nachholen, da gibt es einiges zu entdecken.
Offizielle Informationen zu den Fahrrad-Events im DeEffe gibt es auf der Seite der Secretaría del Medio Ambiente (Spanisch).
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um
12:09
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Montag, Oktober 29, 2007
Ein Moloch erstickt
Thorsten hat mich auf einen lesenswerten Artikel über den Verkehr im DeEffe im Manager-Magazin hingewiesen: Ein Moloch erstickt.
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um
12:20
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