Unser Neffe liegt zur Zeit im Krankenhaus, einem der staatlichen. Und dort ist es wohl so, dass man bei einem stationären Aufenthalt zwei Blutspenden abgeben muss.
Also war ich heute Blut spenden. Es war für mich das erste Mal und ich war etwas nervös. Ich bin ein ziemliches Weichei, wenn es darum geht, Nadeln in mich hineinstechen zu lassen. So schlimm ist es allerdings gar nicht, überrascht hat mich allerdings die ärztliche Untersuchung vorher. Es wurde natürlich nach aktuellen Krankheiten gefragt, ob ich Medikamente oder Drogen nehme, vor Kurzem Blut gespendet oder empfangen habe. Und ob ich schon einmal Verkehr mit einem Mann oder einer Prostituierten gehabt hätte.
Als ich dann auf der Liege lag, drückte mir die Krankenschwester ein Merkblatt in die Hand. Auf dem stand sinngemäss, dass es mitunter vorkommen könne, dass sich jemand, der zur Risikogruppe gehört, der Familie verpflichtet fühlt und, um trotzdem spenden zu können, falsche Angaben macht. Wenn dies der Fall sei, solle man auf beiliegendem Zettel ein Kreuz bei "nicht sicher" machen, in diesem Fall wird das Blut später entsorgt, man erhält aber trotzdem die notwendige Spendenbescheinigung.
Natürlich finde ich es gut, dass so viel Wert auf die Sicherheit der Blutkonserven gelegt wird, aber ich hätte gedacht, dass das Blut ohnehin auf HIV und Hepatitis-Viren überprüft wird, bevor es in die Blutbank wandert.
Ansonsten ist das Ganze kein Akt, es dauert zwar etwas bis man die Stationen Voruntersuchung, Blutprobe, ärztliche Untersuchung und endlich das grosse Entsaften durch hat, ist aber weniger schmerzhaft als ich dachte und Kreislaufprobleme hatte ich bis jetzt überhaupt keine. Die Blutbank nimmt auch freiwillige Spenden an, falls sich jemand dafür interessiert,
hier gibt es Infos. Immerhin kann ein halber Liter bis zu vier Kinderleben retten.