Dienstag, Mai 27, 2008

Haus-Segnung

Am Wochenende haben wir unser Haus segnen lassen. Evelyn und ihre Mutter hatten da schon seit längerer Zeit drauf gedrängt, man wisse ja schließlich nicht, was an dem Platz, an dem wir gebaut haben, früher alles passiert ist, welche armen Seelen da noch umherirren. Und überhaupt gehört sich das so.

Die ganze Woche wurde also das Haus geputzt und geschmückt, es wurden die traditionellen Bilder (eines von Christus, eines von der Jungfrau von Guadalupe und zwei weitere Heilige, deren Name und Funktion mir leider gerade entfallen sind) und sonstige Dinge gekauft, so daß unser Esszimmer fast aussah wie eine Devotionalienhandlung.

Eigentlich sollte es um drei Uhr losgehen, allerdings war weit und breit kein Pfarrer in Sicht. Etwa viertel nach drei kam dann ein Motorrad angefahren, der Fahrer schaute sich suchend um und irgendwer von uns fragte ihn, ob er der Pfarrer sei. Ich wollte schon eine doofe Bemerkung in Richtung "Klar, der kommt bestimmt mit dem Motorrad" machen, als der Fahrer bejahte, die Maschine abstellte und Albe und Stola aus der Satteltasche holte. Cooler Typ.

Es folgte also zunächst die Zeremonie, es wurde gebetet, der Priester erbat Gottes Segen, er möge nur Gutes über dieses Haus bringen und alles Übel von ihm fernhalten. Das hat sogar funktioniert, Schwiegermuttern ist am nächsten Tag ausgezogen.

Ganz witzig war dabei einer von Evelyns Onkels, der hat zuerst mit einer ganz besonderen Hingabe die ganze Bude mit Weihrauch eingeräuchert, so daß wir während der Zeremonie den Priester kaum sahen (deshalb auch der leichte Schleier auf dem ersten Bild), dann bestand er darauf, daß die Bewohner (also wir drei) nochmal extra gesegnet werden und anschließend hat er den armen Kerl durch das ganze Haus getrieben, damit jeder Raum und jeder Winkel nochmal extra mit Weihwaser bespritzt wurde. Jetzt kann uns eigentlich nix mehr passieren.

Anschließend gab es ein Essen und man hat uns sogar einen Kuchen mitgebracht. Allerdings hatte der Konditor mit unserem Nachnamen ein kleines Problemchen.

Freitag, Mai 23, 2008

SUN TecDays

Die letzten beiden Tage hatte ich Gelegenheit, den SUN TecDays beizuwohnen. Tolle Sache, zwei Tage lang präsentierte die Firma SUN interessierten Softwareentwicklern sich selbst und von ihr entwickelte und gekaufte Technologien.

Die Vorträge waren bis auf wenige Ausnahmen (wer zum Geier hat denn den Langweiler von Oracle eingeladen?) erste Klasse, technisch fundiert und doch recht unterhaltsam. Man könnte die Ausfallsicherheit eines Platten-Arrays ja durch einfaches abstöpseln einer Platte demonstrieren, aber SUN entschied sich für den dramatischen Weg: Das Teil wurde im laufenden Betrieb mittels einem Vorschlaghammer komprimiert. Tolle Show! Und das Betriebssystem lief, wie geplant, mit den verbleibenden Platten weiter.

Lustig fand ich den Direktor der mexikanischen SUN-Zweigstelle, während der Rest (ein buntes Team aus USA, Indien, Korea, China und sonstwoher) ihre Vorträge in Jeans und T-Shirt hielt, stand er in Anzug und Krawatte auf der Bühne. Ja, so sind sie hier halt.

Und wo wir gerade bei Kontrasten sind: Ich darf ja auch ab und an bei den Werbe- Informations-Veranstaltungen von Microsoft dabei sein. Unterschiedlicher geht es kaum.

Während Microsoft sich hauptsächlich an die sogenannten Entscheider wendet, versucht SUN die Entwickler direkt zu ködern.

Entsprechend sind die Vorträge, auf der einen Seite eher oberflächliche Werbevorträge, auf der Anderen sehr technische Vorführungen.

Der Unterschied macht sich leider auch bei der Verpflegung bemerkbar, während es bei Microsoft normalerweise sehr gutes Essen gibt, gab es bei SUN leider nur belegte Brote.

Schade eigentlich, ideal wären Vorträge auf SUNs hohem Niveau und dazu die Verpflegung von den Microsoft-Events.

Montag, Mai 19, 2008

Wein

Vor Kurzem stand ich mal wieder im Supermarkt vor dem Weinregal. Ab und zu verspüre ich den Drang, etwas neues auszuprobieren, wobei ich mir dann mit der Auswahl gewöhnlich etwas schwer tue. Bis mein Blick auf folgende Flasche fiel:



Der Wein war übrigens recht gut.

Die Fotos hab' ich mir von der Seite des Herstellers (sehr Flash-lastig) entliehen.

Dienstag, Mai 13, 2008

Von Autoschlüsseln und Putzeimern

Wir haben für die Alarmanlage im Tracker eine Fernbedienung, die logischerweise am Schlüsselbund des Autoschlüssels hängt. Und der ist zur Zeit Citlalis Lieblingsspielzeug.

Gestern abend flitzte sie mal wieder mit dem Autoschlüssel durch die Wohnung, blieb vor dem Putzeimer stehen, sah' mich erwartungsvoll an, und bevor ich reagieren konnte tauchte sie den Schlüssel kurz ins Wasser. Wirklich nur ganz kurz.

Trotzdem war die Fernbedienung erstmal tot. Glücklicherweise reichte es, die Batterie rauszunehmen und das Teil über Nacht trocknen zu lassen, um es wieder zu beleben. Vater sein ist manchmal ganz schön aufregend.

Montag, Mai 12, 2008

Partykellerterasse

Wir haben unser Dach fliesen lassen. Gerade rechtzeitig, es hat nämlich bereits angefangen zu regnen und das nackte Beton-Dach ist stellenweise undicht. Und wir konnten den Muttertag da oben feiern.

Freitag, Mai 09, 2008

Ich bin ein...

Irgendwann einmal brachte Evelyn ein paar Fotos mit, die aus irgendwelchen Gründen bei Hooters gemacht wurden, sie sitzt dort in ihrer Uniform auf einem Stuhl und lächelt in die Kamera. Eines dieser Fotos habe ich in einen Rahmen gefriemelt und mit ins Büro genommen, wo es auf meinem Schreibtisch stand.

Da wir (eine Handvoll Kollegen und ich) für längere Zeit an einen Kunden vermietet wurden und dort eigene Schreibtische zugewießen bekamen, richteten wir uns häuslich ein, unter anderem nahm ich auch Evelyns Foto mit.

Heute stand die Projektleiterin des Kunden bei mir am Schreibtisch, wir besprachen gerade ein paar Details des Projektplans, als ihr Blick auf das Foto fiel. "Wo hast Du das Foto denn her?", fragte sie. "Du bist ein ..."

"Das ist meine Frau!" unterbrach ich sie.

"Oh, äh..." stammelte sie, wurde knallrot und wandte sich wieder dem Projektplan zu. Wir waren dann auch ziemlich schnell fertig.

Die Kollegen grinsen immer noch. Und ich frage mich, was sie mir eigentlich sagen wollte. Vielleicht hätte ich sie doch nicht unterbrechen, sondern erstmal abwarten sollen.

Donnerstag, Mai 08, 2008

Durchgeschlafen

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Citlali zum ersten Mal durchgeschlafen. Nach "nur" einem Jahr und knappen acht Monaten. Hoffentlich war das nicht nur ein Versehen, sondern wird demnächst zur Gewohnheit.