Freitag, Juni 16, 2006

Wohnung vs. Haus

Robin, ein Freund, hatte bereits vor einiger Zeit mal den Plan geäußert, aus dem DeEffe zu entfliehen, seine Eigentumswohnung hier zu verkaufen und sich von dem Geld in Cuernavaca ein Haus mit Pool zu kaufen.

Obwohl uns ein Haus mit Pool natürlich sehr viel mehr interessiert, als eine langweilige Wohnung im vierten Stock, baten wir ihn, uns zu gegebener Zeit ein Angebot zu machen, schließlich wollen wir nicht ewig Miete zahlen und seine Wohnung liegt recht zentral (für die Ortskundigen: Nähe Ecke Viadukto und Tlalpan) in einer ruhigen Gegend und würde uns von der Größe und der Aufteilung her gut gefallen. Und letztendlich ist Cuernavaca zum Pendeln zu weit, da hätte ich gar keine Zeit mehr, den Pool zu genießen.

Vor wenigen Wochen kam dann etwas überraschend sein Angebot, er hat schon seinen Job gekündigt, einen neuen in Cuernavaca in Aussicht und jetzt muss er nur noch sein Departamento verkaufen dann geht's los. Der Preis, den er uns nannte, erschien mir vernünftig, im selben Viertel stehen gerade einige neue Wohnungen zum Verkauf, die sind kleiner und kosten gut 50% mehr. Trotzdem wollten wir uns erstmal etwas auf dem Immobilienmarkt umsehen, da wir davon keine Ahnung haben.

Bei uns in der Nachbarschaft steht ein Haus zum Verkauf, naiv, wie wir sind, haben wir die angegebene Nummer angerufen und einen Besichtigungstermin gemacht. Nunja, hinter der hohen Mauer verbarg sich ein Grundstück von 300qm auf dem eine zweistöckige Luxusvilla stand. Die Maklerin hat sich alle Mühe gegeben, uns das Ding schmackhaft zu machen "Das Haus ist einfach ideal für ein frisch verheiratetes Paar wie Sie", als sie uns allerdings den Preis für das Ding nannte (nicht daß mir nicht schon vorher klar gewesen wäre, daß die Hütte für uns zu groß ist) blieb mir mal kurz die Spucke weg. 3,7 Millionen Peso. Plus Maklergebühren, versteht sich. Und als ich ihr dann erzählte, was wir so in etwa zu investieren bereit sind, blieb ihr wahrscheinlich die Spucke weg. Sie hat sich allerdings nichts anmerken lassen und versprach uns, sich bei uns zu melden, wenn sie etwas in der Preisklasse findet.

Mittlerweile wissen wir in etwa, wo wir nach Häusern in unserer Preisklasse suchen müssen, es gibt tatsächlich welche, auch wenn die eben nicht gerade in Zentrumsnähe liegen. Aber ich denke, für das Kind ist es relativ egal, wie weit das Haus vom Zocalo entfernt ist, ein kleiner Garten zum Spielen ist ihm sicher wichtiger. Für uns beide alleine wäre Robins Wohnung OK, aber mit dem Kind spricht viel dafür, uns eher ein Haus als eine Wohnung zu kaufen.

Glücklicherweise haben wir noch eine Weile Zeit, uns nach etwas Geeignetem umzusehen, unser Mietvertrag läuft noch bis nächsten März.

2 Kommentare:

  1. Jetzt, wo ich seit fast 6 Jahren in einem Haus lebe, würde ich nie wieder in eine Wohnung ziehen wollen. Stühlerücken von oben; Musik von links, lauter Fernseher von rechts, eine Party von hinten und Ehekrach von unten - nee danke.
    Und auf's Land ziehen lohnt sich: Ruhe; das gelegentliche Auto, das nachts vorbeifährt; morgens von Vogelgezwitscher geweckt werden;...
    Nachteile: weiter Weg zur Arbeit (1,5 Std. hin + 1,5 Std. zurück); ständig muß der Rasen gesprengt und gemäht werden.

    Apropos: ich habe da noch ein Häuschen zu verkaufen: 2ZKB mit Einbauküche und (Gemeinschafts-) Garten. Interesse?

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  2. Interesse?

    Kommt auf's Häuschen an. Mail doch mal ein paar Infos.

    (Du hast übrigens Post)

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