Donnerstag, Dezember 21, 2006

Ho-Ho-Ho

Es ist mal wieder so weit. Wenn der Wallmart einen Teil seiner Tiefgarage zum Spielzeugladen umbaut, abends noch mehr Autos auf den Straßen unterwegs sind als sonst und die besonders emotional veranlagten Kollegen ihren Arbeitsplatz adventlich schmücken, dann kann Weihnachten nicht mehr weit sein.



Und auch wir wünschen unserer treuen Leserschaft ein paar ruhige und besinnliche Tage (den Mexikanern unter Euch natürlich eher eine tolle Party) und alles Gute für das kommende Jahr.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Lieber Herr Kollege

Wenn es frühmorgens an der Bürotür klingelt, dann könnte man nach fünf Minuten doch vielleicht mal nachsehen, weshalb die Putzfrau (die hat nämlich den Schlüssel) nicht öffnet. Wenn man sich nach zehn Minuten (weil der nervige Typ vor der Tür den Finger schon gar nicht von der Klingel nimmt) dann doch mal seinen faulen Arsch aus dem Drehsessel bekommt, dann wirkt es besser, wenn man irgendwas von "Viel Arbeit, keine Zeit, verdammt, wo ist die Putzfrau" murmelt, das wirkt glaubwürdiger, als Dein zufälliges an der Tür Vorbeikommen und ganz überraschtes "Oh, da steht ja einer draussen, da muss ich doch gleich mal nach der Putzfrau suchen".

Dienstag, Dezember 19, 2006

IT-Spezialisten wandern ab

Gerade im business blog gefunden: Laut einer Studie von GULP (eine Projektbörse für Freiberufler im IT-Bereich, bei denen ich damals auch registriert war), spielen 73% ihrer Mitglieder mit dem Gedanken auzuwandern bzw. haben bereits konkrete Pläne.

IT-Selbstständige müssen jobbedingt flexibel sein, viele sind das Arbeiten rund um den Globus gewohnt und finden sich auf fremden Territorium zurecht.

Stimmt, wenn man es gewohnt ist, alle drei bis sechs Monate für eine andere Firma zu arbeiten, ist der Jobwechsel das geringste Problem. Und man kommt auch nicht wirklich dazu, irgendwo zu verwurzeln, wenn man ständig aus dem Koffer lebt.

Zur Studie.

Montag, Dezember 18, 2006

Hotline

Es gibt hier Prepaid-Internet, man kauft sich also eine Karte, rubbelt den Geheimcode frei und mittels diesem kann man sich dann seinen Internetzugang aufladen. Oder, noch einfacher, man kauft sich die Geheimnummer am Geldautomaten. Dumm nur, wenn der plötzlich Buchstaben in der Geheimzahl unterbringt, die Eingabemaske aber nur Ziffern zulässt.

Also rief ich die Hotline an, erklärte mein Problem und wurde scheinbar auch verstanden, zumindest erklärte mir die Dame, daß das Problem bekannt und lösbar sei, wenn ich Ihr meinen Benutzernamen gebe und die Geheimzahl, kann sie mir das auf mein Konto buchen:

  • Wie ist ihr Benutzername?
  • andreas.bohn
  • Wie?
  • andreas.bohn
  • do you speak English?
  • Nein, aber wir können uns gerne auf Deutsch unterhalten.
  • Nein, das kann ich nicht.
  • Ist mein Spanisch unverständlich?
  • Wie war Ihr Benutzernamen? Andrew??? Können Sie das bitte Buchstabieren?


Was ein Glück, daß ich nicht purzelbärchen als Benutzernamen genommen habe.

Bloggertreffen: Nachlese

Schön war's. Es sind tatsächlch alle gekommen, die sich angemeldet hatten, teilweise in Begleitung und es wurde ein netter Abend. Leider kam ich nicht dazu, mich mit allen so ausführlich zu unterhalten, wie ich as gerne getan hätte, aber es war toll, die Leute und auch ihre interesanten Geschichten kennenzulernen.

Zum Fotografieren bin ich auch diesmal nicht gekommen, mal abwarten, ob Hollitos Bilder was geworden sind.

Die Enttarnung der gereichten Spirituosen als billiger Fusel nur durchschnittliche Qualität hat mich etwas überrascht. Da hatte ich die Erwartungen, denen einzig der Birnenschnaps aus dem Schwarzwald gerecht werden konnte, wohl unterschätzt.

Die letzten Gäste wurden gegen halb drei Uhr morgens von ihren Gattinnen nach Hause gebeten (ja, die Celulares sind schon eine Seuche), sonst hätten wir wahrscheinlich bis zum Frühstück weitergemacht.

Freitag, Dezember 15, 2006

Weihnachtsgeld

Teil meines Arbeitsvertrages bei ISOSA war eine private Krankenversicherung für mich und die Option, eine solche zu einem günstigeren Preis auch für direkte Familienangehörige abschliessen zu können. Allerdings verzögerte sich diese Option immer wieder, so daß Evelyn erst ab Januar 2006 in den Genuß dieser Versicherung kam. Zu dem Zeitpunkt war sie aber schon schwanger und die Versicherung (GNP) hat ausdrücklich eine Wartezeit von 10 Monaten in ihren Verträgen, bevor sie irgendwelche Kosten, die mit einer Schwangerschaft zusammenhängen, bezahlen.

Irgendwann kam dann mal jemand bei ISOSA auf die tolle Idee, die Versicherung zu wechseln, so daß wir ab Juli bei MetLife versichert waren. Bei denen konnte ich interessanterweise keine Wartezeit bei Schwangerschaften in der Police finden. Mit der Auflösung der ISOSA wurde allerdings auch der Vertrag bei MetLife gekündigt, wir versuchten, privat einen Vertrag abzuschliessen, der kostet allerdings das Doppelte, ist mindestens ein Jahr gültig und setzt, ganz im Gegenteil zu den Firmenveträgen, eine Gesundheitsprüfung voraus. Da mein neuer Arbeitgeber demnächst (wann immer das auch sein mag) auch diese Firmenverträge anbieten wird, haben wir beschlossen zu warten, in der Hoffnung, in der Zeit nicht auf das staatliche System zurückgreifen zu müssen.

Soweit die Vorgeschichte.

Die Geburt von Citlali fand ja in einer Privatklinik statt, wir haben erstmal alles privat bezahlt und letzte Woche endlich die Belege bei MetLife zur Erstattung eingereicht. Deren Begeisterung hielt sich natürlich in Grenzen, Evelyn war genau drei Monate lang bei denen versichert und wollte jetzt knappe 18.000 Peso ersetz haben. Nachdem uns der Sachbearbeiter erstmal wenig Hoffnung gemacht hat, es gibt da angeblich Obergrenzen für Erstattungen bei so kurzer Versicherungszeit, haben wir gestern einen Scheck erhalten - über die komplette Summe.

Das nenne ich mal eine angenehme Überraschung, so kurz vor Weihnachten.

Dienstag, Dezember 12, 2006

Das Grundstück

Nachdem wir also zweimal das gleiche Haus besichtigt hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem Grundstück.

Die Beschreibung hörte sich sehr vielversprechend an, großes Grundstück (fast 200qm) am Rande einer neuen Siedlung, in der Nähe von Santa Fe und das Ganze zu einem vernünftigen Preis. Einen klitzekleinen Nachteil hat das Grundstück, es liegt in einer Sackgasse und die ist noch nicht bis zum Grundstück hin asphaltiert. Naja, dachte ich mir, schön, daß wir den Tracker haben.

Wir fuhren also in die angegebene Straße, die liegt wirklich sehr nahe an Santa Fe, sieht sehr ruhig und sauber aus, hört allerdings auch am letzten Haus (und somit etwa 300m vor dem fraglichen Grundstück) auf. Dort liegt auf der Straße etwas Bauschutt, über den wir mit dem Tracker vielleicht noch gekommen wären, dahinter folgtallerdings ein recht steiler Hang, der mit Bäumen bewachsen ist.

Hier sieht man das ganze recht gut, wenn man von links über die Brücke kommt, den Kreis durchfährt und dann die erste Links abbiegt, ist man in der ominösen Sackgasse. Man sieht sehr gut die Bäume, die die Straße versperren.

Es geht um das folgende Grundstück:



Stellt sich natürlich die Frage, ob und wenn ja bis wann und auf wessen Kosten die Straße fertiggestellt wird. Und wie es mit Wasser und Kanalisation aussieht. Angeblich ist das alles kein Problem, aber so richtig was zeigen konnte uns die Dame leider auch nicht. Und da das ganze recht abschüssig ist, wäre es natürlich interessant zu wissen, wie die Bodenbeschaffenheit ist, wenn es regnet und uns die Hütte ins Tal rutscht hätte ich da so meine Probleme mit.

Einerseits bietet das Stück Land die Chance, uns ein hübsches Häuschen nach unserem Geschmack in einer wirklich tollen Lage zu bauen, aber es sind auch noch sehr viele Risiken dabei. Mal sehen, ob Evelyn da noch ein paar Informationen zu auftreiben kann.