Freitag, April 22, 2005

M*A*S*H

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Als alter Fan der Serie M*A*S*H freut es mich natürlich ganz bsonders, dass die Serie jetzt nach und nach auf DVD erscheint. Und natürlich habe ich mir bei meinem Heimaturlaub gleich die ersten beiden Staffeln gekauft. Ist zwar nicht ganz billig der Spass, 25 Euro pro Staffel, aber dafür bekommt man auch über 8 Stunden MASH und das ganze auch noch sehr gut aufgemacht, die Menüs jeweils mit einem Bild aus der Folge im Hintergrund, also nicht einfach nur lieblos alles auf DVD gepackt und fertig, sondern tatsächlich überarbeitet. Wobei sie dummerweise das Portrait von BJ auf die zweite DVD der ersten Staffel gepappt haben. Der kommt zwar erst in der 4. Staffel dazu, aber das ist nur ein Detail am Rande.


Recht nervig ist der dämliche Kurzfilm, der abgespielt wird, wenn man die DVD einlegt. Er erinnert mich immer wieder daran, wie gefährlich, gemein und schrecklich doch die bösen Raubkopierer sind. Irgendwie haben sie ja recht, aber warum sagen die das mir? Ich hab' doch das Orginal gekauft. Und warum sagen die mir das jedes Mal wenn ich die DVD einlege. Vielleicht denken die ja, wer sich so eine Serie kauft, um sie immer wieder anzukucken, der freut sich auch, wenn er jedes mal unseren tollen Trailer ankucken darf. Aber, mal ganz ehrlich: So prickelnd find' ich den gar nicht. Naja, ich kann ihn mir ja noch ein paar mal anschauen, vielleicht finde ich dann Gefallen daran.


Und nach jeder Folge der Copyright-Hinweis. In 6 verschiedenen Sprachen. Ich wollte schon immer mal Schwedisch lernen. Lustig ist ja, dass sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass man diese für den privaten Gebrauch bestimmte DVD nicht in Reisebussen, Gefängnissen, Schulen, Bohrinseln etc. vorführen darf. Bohrinseln? Da würde denen ja aber auch ein riesen Geschäft flöten gehen, wenn man diese DVD auf Bohrinseln vorführen würde. Wieviele Bohrinseln es wohl gibt? In der Nordsee waren es 1984 laut Umweltbundesamt ganze 143 Stück (53 Öl- und 90 Gasförderplattformen). Die Nordsee trifft übrigens das "Zielgebiet" der DVD recht gut, schliesslich wird das Copyright in Schwedisch, Dänisch, Englisch, Deutsch und sonstwas angezeigt.


Was mich aber fast den Tee auf's Laptop (ja, ich muss mir die DVDs am Laptop anschauen, denn selbst wenn unser toller Fernseher auch PAL-tauglich wäre, würde unser toller DVD-Player die Wiedergabe zwecks dem Regional-Code verweigern) spucken lies war folgender Satz:


Die Ausfuhr und/oder der Vertrieb dieser DVD in Staaten ausserhalb der Europäischen Gemeinschaft bedürfen der vorherigen Genehmigung durch Twentieth Century Fox Home Entertainment, Inc.


¿Häh? Ich zahl' 25 Euronen für etwas und muss dann um Erlaubnis bitten, das Ding mit nach Hause nehmen zu dürfen? Und netterweise ist dieser tolle Hinweis nirgends auf oder in der Schachtel aufgedruckt, er erscheint erst, nachdem man sich eine Folge angeschaut hat. Und ich hab' die verschlossene Schachtel mitgenommen, hab' das also erst hier gelesen. Ob ich wohl jemals wieder nach Deutschland fliegen kann, ohne dass man mich am Flughafen gleich in Ketten legt?


Oder werden Raubausführer noch nicht so streng verfolgt wie Raubkopierer? Wenn das jetzt jemand von Fox liest, muss ich mir dann vor der dritten Staffel keinen Trailer mehr über Raubkopierer sondern über Raubausführer anschauen? Und mal ganz unter uns: Was war an meiner ungenehmigten Ausfuhr denn jetzt das Problem für Fox?


Schönes Wochenende!

1| 4077th M-A-S-H


Von: Toby · 02.05.2005 um 15:25:24 Uhr

brothers?
mann, die erste staffel läut hier auch in der endlosschleife, die 2. hab ich noch nicht, und bj+potter, da flaut die serie etwas. blake und trapper sind definitiv mit hawkeye DIE stammbesetzug schlechthin.

ist in der 2. staffel die folge mit dem "5-Uhr-Charlie" drauf??? dann muß ich die schleunixt haben!


2| Dann aber los..


Von: Andreas Bohn · 02.05.2005 um 21:29:07 Uhr

.. zum DVD-Dealer. "Das ist Fünf-Uhr-Charlie" ist Folge 26, somit die 2. der zweiten Staffel. Auf www.mash-4077.de gibt es übrigens viel Infos zum Thema, unter anderem eine Liste aller Folgen.
Ich konnte mich übrigens mit Potter und Hunnicut anfreunden (die zwei kommen erst in der 4. Staffel dazu). Natürlich kann man Potter und Henry nicht wirklich miteinander vergleichen, aber Potter gibt zum Beispiel einen sehr guten Gegenspieler für Klinger ab. Mir fehlt dann ab der 6. Staffel das Frettchengesicht, aber bis da ist es ja noch ein Weilchen hin.

Noch was ganz was anderes an den mopar-Experten: Ich suche sowas wie ein Reparatur-Handbuch für den Dodge. Hast Du da zufälligerweise einen Link, eine ISBN oder sonstwas in der Art? Antwort auch gerne an andreas_bohn (Klammeraffe) lavache.com.

Mittwoch, April 20, 2005

Die Sache mit der Maus

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Gestern abend bin ich nochmal schnell in die Küche, sitzen die zwei Katzen vor einer Plastiktüte, in der es fiept und raschelt. Seltsam.
Also hab' ich mal vorsichtig in die Tüte geschaut, da sitzt zwischen ein paar leeren Bierflaschen eine Maus. Naja, dachte ich, da bin ich doch mal gespannt, was die zwei Katzen jetzt wohl machen. Was die dann machten, war allerdings nicht wirklich das, was ich erwartet hätte. Die Weisse hatte sich bereits verzogen, sie fand es wohl interessanter mit dem Plastikverschluss einer Flasche zu spielen und der Doofkopp schaute mich mit grossen Augen an, als wollte er (eigentlich ist es ja auch eine sie) sagen "Jetzt bin ich aber mal gespannt, was Du mit der Maus machst".


Naja, was soll ich mit einer Maus machen. In der Küche wollte ich das Tierchen nicht wirklich haben, und irgendwie hatte ich auch nicht wirklich die Ahnung, wie man so ein Tierchen möglichst schonend ins Jenseits befördert. Also hab' ich mir die Tüte mit Flaschen und Maus geschnappt und bin erstmal in den Garten. Die Katzen sofort hinterher, aber nicht etwa wegen der Tüte, sondern einfach weil sie eben immer rausrennen, wenn man die Tür aufmacht. Während ich also versuche, die Maus aus der Tüte zu bekommen, ohne sie unnötig zwischen den Flaschen einzuklemmen und natürlich möglichst ohne dass das Tierchen mich beisst, jagten die Katzen nach fliegenden Insekten. Irgendwann hatte ich die Maus dann aus der Tüte, die verzog sich natürlich sofort im dichten Gras, ohne dass eine der Katzen sie auch nur gesehen hätte.


Ich hatte ja nicht erwartet, zwei tödliche Bestien unter meinem Dach zu beherbergen, und es ist mir natürlich klar, dass die beiden noch nie ihrer Mutter oder sonst eine Katze bei der Jagd beobachten konnten, aber trotzdem hätte ich da ein wenig mehr Enthusiasmus erwartet. Oder habe ich den Instinkt bisher einfach nur überschätzt?

Freitag, April 15, 2005

Sommerregen

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Das Wetter hier ist geradezu langweilig: Einfach immer schön. Jeden Tag Sonne, jeden Tag warm. Jemandem, der an die recht grossen Schwankungen des mitteleuropäischen Wetters gewöhnt ist, fallen die feinen Unterschiede des hiessigen Wetters nur selten auf. Gestern hatten wir, nach einer recht warmen Woche (die mir natürlich nicht aufgefallen ist, mir war halt warm wie immer) einen sehr angenehmen Sommerregen. Klar, hier ist im Moment noch nicht Sommer, sondern Frühling, aber der Regen war eben so, wie ich Sommerregen kenne. Es ist warm, eigentlich ein bischen zu warm und dann bricht plötzlich ein Regen los, der alles wegspült, was nicht festgenagelt ist und bringt einen angenehmen, kühlen Wind mit. Einfach herrlich.


Erinnerte mich dann auch irgendwie an das Lied "Sommerregen" der Fantastischen Vier. Übrigens eine tolle Platte geworden, wenn sie auch nicht ganz an 4:99 rankommt.


Klar, in der Stadt ist (mal wieder) prompt der Verkehr zusammengebrochen, wo er doch eigentlich abends um 10 etwas nachlässt. Aber selbst im Auto war der kühle Regen angenehm. War sowieso besser, dass der Verkehr recht langsam war, die Scheibenwischer des Dodge sind eine mittlere Katastrophe.


Was soll's, heute ist ein angenehm kühler (ca 20 Grad) Tag, die Luft wirkt wie frisch gewaschen und sogar der Müll, der nicht weggespült wurde, scheint ein wenig zu glänzen.


Und es ist Freitag, wir fiebern dem Wochenende entgegen.

Freitag, April 08, 2005

650 000 km

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Taxifahren ist hier recht billig, wobei die Taxis eben überwiegend Kleinwagen sind und gefahren werden, bis sie auseinanderfallen (einen recht guten Artikel zum Thema gibt es hier ).


Als ich vor kurzem mal einen Opel Corsa mit 300000 km auf der Uhr hatte, dachte ich, mehr geht ja wohl kaum. Aber heute morgen hatte ich einen VW Pointer (entspricht in etwa dem Polo) mit 650000km. Und der machte noch nichtmal einen besonders fertigen Eindruck.


Noch kurz was zu den Preisen: Der Grundbetrag liegt bei 6,40 und dann kosten 250m oder 45sec 0,78 Peso. Für 10 km zahlt man also knappe 40 Peso, das sind nicht mal 3 Euro. Taxi fahren kommt mich also nur unwesentlich teurer als das Benzin für den Dodge.

Donnerstag, April 07, 2005

Der Rückflug

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Am Sonntag ging es dann wieder los, Richtung der anderen Heimat. Der Flug Frankfurt->Paris ging um 7, ich sollte bitte 2 Stunden vorher da sein und rechnete mit 2 Stunden bis Frankfurt (nur für den Fall, dass wir irgendwie aufgehalten werden hätten können, was so früh am morgen natürlich nicht der Fall war). Und da netterweise die Sommerzeit in dieser Nacht begann, mussten wir um 2 Uhr morgens los. Ich war dummerweise so aufgedreht, dass ich vorher gar nicht schlafen konnte.


Am Flughafen habe ich dann noch Lugdy getroffen, eine Freundin aus der Ulmer Zeit, die mittlerweile in Frankfurt wohnt. Es war zwar nur ein kurzes Treffen, aber es war nett, sie mal wieder zu sehen.


Beim Einchecken gab es kurz ein wenig Verwirrung. "Guten morgen Herr -ähm- Bohn. Sie fliegen also nach Mexico. Und sie fliegen zurück am ... äh, sie fliegen gar nicht wieder äh, ich meine, das ist Ihr Rückflug?" Der nette Herr hat sich dann mein Visum angekuckt und fand es dann OK. Ich hatte übrigens beide Koffer leicht überladen (32,5 und 33kg statt 32).


Da ich ja recht müde war, bin ich im Flieger bereits vor dem Start eingeschlafen und hab' dann auch recht wenig vom Flug nach Paris mitgekriegt.


Nach der Landung begann dann ein ganz seltsames "Ritual", wir sind im Flieger einmal um den kompletten Flughafen herumgefahren und haben dann neben einer Maschine der AeroMexico geparkt. Von dort hat uns ein Bus wieder um den Flughafen herum zurückgefahren und uns dann an irgendeinem Terminal abgesetzt. Ich musste erstmal zu einem anderen Terminal laufen und dann nochmal durch die Sicherheitskontrolle und warten. Danach wieder in einen Bus, der mich zu der AeroMexico-Maschine fuhr, neben der ich schonmal umgestiegen bin. Bischen viel Fahrerei, aber der Flughafen ist ja recht interessant.


Die Maschine war leider nur eine B767, die ist wesentlich kleiner als die B747, was ja an sich schon ein Vorteil wäre. Aber das Ding ist auch wesentlich langsamer (braucht 13 statt 11 Stunden) und die Inneneinrichtung war leicht antiquiert, d.h. es gab nur ein paar an die Decke gepappte Fernseher. Glücklicherweise war der Sitz neben mir frei, ich konnte mich also ein wenig ausbreiten und ich hab' auch hier viel geschlafen.


Nach der Landung das Übliche: Passkontrolle, Koffer abholen und dann der Zoll. Dort gibt man seine Zoll-Erklärung (auf der man erklärt, dass man nicht mehr als US$ 10000 in Bar, keine Lebensmittel und keine Waffen mit dabei hat) ab und muss dann auf einen Knopf an einer Ampel drücken. Die leuchtet dann zufälligerweise grün oder rot, sprich man darf durch oder man muss die Koffer auspacken. Ich hatte ein wenig Bammel, weil ich ein Paket Landjäger (Wurst), gefärbte Ostereier und sonstige Leckereien mit dabei hatte. Aber die Dame vom Zoll nahm meinen Zettel entgegen und winkte mich durch. Ich war so baff, dass ich sie fast gefragt hätte, ob ich denn nicht auf die Ampel drücken soll, hab' mich dann aber vom Acker gemacht.


Und eine Stunde später lag ich dann schlafend auf der Couch. Die Woche was stressig, aber toll.

Donnerstag, März 31, 2005

Der (viel zu kurze) Aufenthalt

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Die Woche an sich verging, wie erwartet, viel zu schnell.


Ich war natürlich einkaufen. Die Schokolade hier ist nicht so der Bringer, also hab' ich mich da erstmal eindecken müssen. Und Lüsterklemmen gibt es hier überhaupt nicht, was das Aufhängen einer Lampe recht schwierig macht. Die allgemeine Vorgehensweise ist hier, die Kabel zusammenzudrehen, Isolierband drumrum und dann halt einen Haken in die Decke nageln oder schrauben. Ausserdem wollte ich eine grössere Karte für die Digitalkamera. Lustigerweise bekam ich in Deutschland eine 256MB-Karte für den Preis, den ich hier für 128MB bezahlt hätte. Alles in allem habe ich die beiden Koffer für den Rückflug gut voll bekommen. Na gut, das Deckbett war doch recht voluminös.


Dann war da noch ein bischen Papierkram zu erledigen, Mutters Rechner wurde ein wenig überarbeitet (sehr wichtig, er ist das wichtigste Kommunikationsmedium für uns) und natürlich viel Plaudern mit der Familie, wir brachten uns gegenseitig auf den aktuellen Stand, was zwischenzeitlich so in der alten Heimat los war, bzw. wie es mir in der neuen Heimat so geht.


Leider kamen die Freunde zu kurz. Ich konnte es einfach nicht einrichten, einen Tag nach Ravensburg zu fahren. Und als ich am Samstag Nachmittag dann wenigstens mal telefonisch Hallo sagen wollte, war kein Mensch zu erreichen. Das war ziemlich Schade.


Aber ich habe viel Zeit mit meiner Oma verbracht, es scheint Ihr auch schon besser zu gehen, sie hat jetzt die zweite Krebs-Operation in knapp 1,5 Jahren hinter sich. Und ich habe Schnee gesehen. Leider nur ein paar alte Reste, aber immerhin.


Und ich hab' zugenommen. Ich weiss nicht wieviel, da mir mein Gewicht eigentlich egal ist, so lange die Krawatte noch halbwegs senkrecht hängt, aber im Moment spannt die Hose schon recht heftig. Nicht dass ich hier in Mexico nix zu Essen bekäme oder vor Sehnsucht nach deutscher Kost vergehen würde, aber ich konnte einfach bei nichts widerstehen, was mir irgendwie vor die Futterluke kam. Am Freitag war ich nochmal kurz in der Stadt, da kam mir jemand mit einer heftig duftenden Bratwurst entgegen. Ich musste sofort auch sowas haben!


Insgesamt ist es ein sehr seltsames Gefühl, wenn man von "zu Hause" nach "zu Hause" fliegt. Erstens kam es mir vor, als ob ich nur ein paar Tage weg gewesen wäre und nicht 8 Monate und ich fühle mich in beiden Welten gleichermassen zu Hause. In beiden gefällt es mir und ich vermisse auch immer die Andere ein wenig. Und irgendwie wirkt die ganze Geschichte immer etwas unwirklich, da durch den langen Flug die beiden Welten trotz eMail und Telefon so total voneinander getrennt erscheinen.

Heimaturlaub

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Ihr werdet es nicht glauben: Ich hatte Heimaturlaub!


Da die ganze Geschichte vielleicht etwas länger werden könnte, werde ich das Ganze als Fortsetzungsroman posten.


Die Vorgeschichte:


Mitte Februar machte hier eine tolle Nachricht die Runde: Der Montag vor Ostern ist ein nationaler Feiertag (Tag der Flagge oder sowas) und dann sind der Gründonnerstag und der Karl-Freitag ja kirchliche Feiertage, d.h. man muss nur 2 Tage Urlaub nehmen, um 9 Tage am Stück frei zu kriegen. Und plötzlich wurde meine Scheffin ganz aufgeregt, sie nimmt die zwei Tage frei und fliegt nach Hause, nach Russland. Und was mit mir sei, ob ich nicht auch "mi tierra", meine Erde bzw. Heimat wiedersehen wolle. Naja, blos wegen einer Woche erschien mir das Ganze doch ziemlich viel Aufwand zu sein, ich sagte ihr, dass ich darüber nachdenken werde.


Also hab' ich nachgedacht. Klar, die Fliegerei ist nicht ganz billig, eine Woche ist nicht viel Zeit und ausserdem war ja schon unser Umzug für den März geplant. Andererseits gab es da doch die ein oder andere Sache, die ich gerne noch aus Deutschland geholt hätte, die Familie nach 8 Monaten mal wieder zu sehen war auch eine schöne Idee, zumal sich meine Oma gerade leider nicht bester Gesundheit erfreut. Da fühlt man sich doch irgendwie ein wenig hilflos, wenn man so weit weg ist und eben nicht einfach mal vorbeifahren und Hallo sagen kann. Und nicht zuletzt werde ich hier so schnell keinen Urlaub mehr bekommen, wenn unser tolles Projekt dann endlich mal losgeht, werden wir wahrscheinlich bis zum Hals in Arbeit stecken.


Also habe ich einen Flug geordert (nochmal fetten Dank an Jürgen), angefangen, Mitbringsel zu kaufen und mich auf Ostern gefreut. Und natürlich hab' ich mir ein paar Gedanken gemacht, was ich in der Woche so alles machen möchte. Klar, die Oma besuchen, Einkaufen gehen, meinen Bruder besuchen, die Freunde in Ravensburg besuchen, die Dinge in den Kisten suchen, die ich mitnehmen möchte, mit meinen Eltern plaudern, Papierkram erledigen und vieles mehr. Eigentlich viel mehr, als man in einer Woche hinkriegt. Wobei eine Woche noch recht optimistisch klingt, ich hatte von Sonntag abend bis Sonntag morgen, also gerade mal 6 Tage.


Aus diesem Grunde hab' ich es dann auch gar niemandem gesagt, dass ich nach Deutschland fliege. Mir war unwohl bei dem Gedanken, dass das Ganze ein einziger Stress werden könnte. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich noch nach Ravensburg fahren will, aber, um es vorwegzunehmen, es hat einfach nicht gereicht.


Eigentlich hat es mich ein wenig gestört, dass mein Hinflug erst Samstag abend ging, schliesslich wollte ich so viel Zeit wie möglich in Deutschland verbringen. Aber mit Umziehen, Arbeiten und sonstigem blieb mir gar keine Zeit, den Koffer zu packen, so konnte ich am Sammstag in aller Ruhe packen und noch ein paar Dinge einkaufen.
Der Hinflug war recht locker, eine 747 mit der modernen Innenausstattung, Bildschirme im Vordersitz, sechs oder sieben Filme zur Auswahl, die man individuell zu einem beliebigen Zeitpunkt anschauen kann. Leider war bei den vielen Filmen keiner dabei, der mich irgendwie interessiert hätte, ich hab mir dann mal den "Capitan Sky" angeschaut, bin auch prompt dabei eingeschlafen. Als ich ihn dann später weiterkucken wollte, hab' ich auch gleich weitergeschlafen. Ein sehr seltsamer Film. Aber so war der Flug angenehm kurz.
Und in Paris hatte ich nur sehr kurzen Aufenthalt, das reichte gerade, um das Terminal zu wechseln, dann ging es auch schon weiter nach Frankfurt, wo ich recht pünktlich ankam und auch schon von meinen Eltern und meinen zwei  Nichten erwartet wurde.