Freitag, Mai 12, 2006

Deutsche Produkte bei Wall-Mart

Gestern hatte ich bei Cabronsito noch was von Schogetten bei Wall-Mart gelesen, bis zum Abend hatte ich diese Information allerdings schon wieder vergessen.

Abends waren wir kurz in der Apotheke, ein paar Vitamine für Evelyn kaufen, auf dem Heimweg kamen wir am Wall-Mart vorbei wo Evelyn sich noch schnell ein paar Frühstücks-Cerealien holen wollte (normalerweise bevorzugen wir ja den Comercial Mexicana).

Und was fanden wir da für tolle Leckereien: Eine riesige Auswahl von Bahlsen-Produkten, Brot hecho en Alemania, Senf in verschiedenen Sorten (der gute von Kühne) und sogar richtiges Bier! Das Mönchshof aus Kulmbach in der halbliter-Bügelflasche. Einzig der Preis von 28 Peso irgendwas pro Flasche hat mich davon abgehalten, den Einkaufswagen voll zu machen.

Ich hab' mal ein paar Flaschen vom Doppelbock mitgenommen, der ist bis Jahresende haltbar, damit werden wir dann auf unseren Nachwuchs anstoßen!

Mittwoch, Mai 10, 2006

Junge oder Mädchen?

Das ist im Moment die Frage, die Evelyns Familie und die Nachbarschaft beschäftigt. Beim letzten Ultraschall hätte es uns die Ärztin zwar schon sagen können, wir wollen uns aber überraschen lassen.

Zu Beginn der Schwangerschaft tippten die meisten auf ein Mädchen, wegen der Form des Bauches. Zur Zeit geht der Trend mehr in Richtung Junge, mit recht unterschiedlichen Begründungen:

  • Die Form des Bauches und die Tatsache, daß man Evelyn die Schwangerschaft von hinten nicht ansieht.

  • Auf die Frage "Zeig mir mal Deine Hände" drehte sie die Handflächen nach oben.

  • Weil in der Nachbarschaft zuletzt recht viele Mädchen zur Welt kamen, jetzt ist mal wieder ein Junge fällig.


Letztere Begründung kam von Memo, bisher der einzige, der sich seiner Prognose sicher genug ist, um eine Kiste Bier darauf zu wetten. Jetzt hoffe ich natürlich auf ein Mädchen.

Montag, Mai 08, 2006

Stereo Total

Am Freitag schickte mir Erwin eine SMS: Stereo Total ist in der Stadt. Ich hielt das erstmal für ein Versehen, aber er hatte recht, am Samstag abend spielte Stereo Total im Cultural Roots.

Das wichtigste zuerst: Genialer Auftritt. Die beiden boten eine fantastische Show. Ich hatte anfangs ein wenig Bedenken, das Konzert wurde als Stereo Total vs The Fancy Free beworben und ich dachte, wahrscheinlich kommen alle um Fancy Free (eine mexikanische Band) zu sehen. Aber weit gefehlt, Stereo Total ist hier bekannter als ich dachte, die Zuhörer kannten die meisten Songs, die Stimmung war erstklassig.

Auf den Alben dominiert die Stimme von Françoise Cactus, von Brezel Göring bekommt man eher weniger mit, bei der Show ist es eher umgekehrt, natürlich ist Françoise präsent, aber Brezels Auftritt, der stellenweise an ein hyperaktives Kind erinnert, zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Show war wirklich sehr gelungen, es war offensichtlich, daß die beiden sehr viel Spaß hatten und auch das Publikum kam voll auf seine Kosten.

Noch ein paar Worte zum Cultural Roots: Die Organisation war beschissen nicht wirklich optimal. Auf der Website steht als Öffnungszeit neun Uhr, das Konzert sollte dann um elf starten. Da wir im Vorverkauf keine Tickets mehr bekamen, waren wir schon um halb zehn vor Ort. Drausen, bei leichtem Regen in der Schlange. Um halb elf wurden alle, die noch keine Karten hatten, nach drinnen gebeten, um dort in einem dreckigen dunklen Flur zu warten. Wenigstens war es trocken. Um halb zwölf wurden dann endlich die Tickets verkauft und nach einem anfänglichen Chaos wegen vorbestellter Tickets, die nicht mehr auffindbar waren, wurde dann auch der Saal geöffnet. Es bildete sich sofort eine lange Schlange an der Bar, die erst eine halbe Stunde später öffnete. Um halb eins spielte dann eine Vorgruppe, die war schlicht und ergreifen schlecht, danach eine halbe Stunde Pause, um halb zwei dann die Fancy Frees (nicht mein Stil, aber trotzdem gut), und als um halb drei endlich Stereo Total auf der Bühne stand, war erst mal Stille angesagt, die Techniker wuselten mehrere Minuten planlos umher und wirkten dabei etwas überfordert. So ein Saftladen.

Dafür hat Stereo Total nach einer Stunde regulärem Auftritt 30 Minuten Zugaben angehängt. So war es dann vier Uhr morgens, als wir uns auf den Heimweg machten, aber es hat sich gelohnt. Und ich konnte vor dem Konzert ganz kurz ein paar Worte mit den beiden wechseln, davon gibt es leider kein Bild, meine doofe Kamera verweigert zur Zeit ja leider den Dienst und die Bildqualität vom Handy eignet sich nur für Kanaldeckel.

Donnerstag, Mai 04, 2006

Katze auf dem Bauch

Gestern abend lag Evelyn auf dem Sofa, als die weiße Katze versuchte, sich auf sie zu legen. Ganz vorsichtig lies Evelyn sie auf den Bauch, wo sie sich laut schnurrend niederlies, worauf das Kind im Bauch anfing, sich heftig zu bewegen.

Keine Ahnung ob ihn der Druck störte oder ob ihm die Vibrationen des Schnurrens gefielen, auf alle Fälle reagierte es recht deutlich. Schade, daß man seine Reaktion nicht als positiv oder negativ werten kann, aber die Ärztin meinte, Stimulationen von außen wären auf alle Fälle sehr wichtig für die Entwicklung.

Ich bin ja so gespannt, wie das mal wird, wenn es draußen ist.

Mittwoch, Mai 03, 2006

Miese Party

Der Tag danachAm Wochenende waren wir bei einer Bekannten zur Geburtstagsparty eingeladen. Da sie am ersten Mai Geburtstag hat und dieser in diesem Jahr auf einen Montag fiel, hatte sie eine ganz besondere Idee: Sie mietet in der Nähe von Cuernavaca ein Haus mit Swimming-Pool für das komplette Wochenende von Samstag bis Montag. Und bat darum, daß sich jeder Gast an den Kosten beteiligt.

Das Haus an sich war in Ordnung, der Pool war natürlich etwas klein und wenn man über 30 Leute einlädt, wird das schon ein heftiges Gedränge. Samstag abend gab es Tiefkühl-Burger und Hot-Dogs, am Sonntag wurde die Frage nach dem Essen mit einem Schulterzucken und "Das Geld ist alle" beantwortet. Toll organisiert das Ganze. Ständig ging jemand mit der Sammelbüchse um, um Essen, Getränke, oder sonstwas kaufen zu können.

SkorpionHöhepunkt des Wochenendes war übrigens meine Begegnung mit einem kleinen Skorpion gleich am Samstag abend. Der saß hinter dem Vorhang über dem Fensterrahmen. Ich versuchte zunächst, ihn aus dem Fenster zu werfen, wobei er leider auf den Boden fiel und sich natürlich sofort unter dem Bett versteckte. Da ich auf einen nächtlichen Besuch des Tierchens keinen Wert legte, hab' ich tatsächlich Betten hin und her gerückt, bis ich ihn letztendlich mit einem Schuh plätten konnte. War nicht wirklich fair, aber wie macht man so einem Tier klar, daß man ihn ja nur in den Garten bringen will. Das Ding war übrigens erstaunlich flink.

Die kluge Hausfrau rät:

Bevor man die Kühlbox wegräumt, sollte man sich vergewissern, daß diese auch leer ist.

Und in der nächsten Folge erfahren Sie, wie man den Geruch, den eine Apfelsine und zwei chinesische Stachelbeeren hinterlassen, aus der Kühlbox entfernt.

Dienstag, Mai 02, 2006

Kamera spinnt

Mein Lieblingsspielzeug ist kaputt. Gleiches Problem wie vor knapp einem Jahr, Karte kann nicht gelesen werden, nur daß ich diesmal die Karte gar nicht herausgenommen hatte. Ich vermute, das Ding hat ein Problem mit der zur Zeit recht hohen Luftfeuchtigkeit, das Problem begann am Sonntag, nach einem heftigen Regenguss, von dem die Kamera zwar nichts direkt abbekommen hat, aber die Luftfeuchtigkeit stieg daraufhin halt stark an.

Schade eigentlich und wie das Leben so ist, sind mir gestern ein paar geniale Motive vor die streikende Kamera gekommen. Ist das ärgerlich. Der Popocatepetl war gestern beispielsweise schneebedeckt, das sah richtig genial aus.

Ich werd' mal versuchen, die Kamera irgendwie zu trocknen, vielleicht kann ich irgendwo Silikatgel auftreiben, sonst muß ich sie halt doch mal zur Reperatur abgeben.