Dienstag, September 26, 2006

Xochimilco

Xochimilco wird schonmal als Vorort von Mexico-Stadt bezeichnet, mittlerweile ist der Moloch allerdings so weit gewachsen, daß man es getrost Stadtteil nennen kann. Bekannt ist Xochimilco für seine Kanäle, auf denen man sich in einem Stocherkahn herumfahren lassen kann (irgendjemand hat mal behauptet, Xochimilco wäre das Venedig Mexicos, was ich aber für einen sehr gewagten Vergleich halte) und für seinen Blumenmarkt, auf dem man von einfachen Hecken für sechs Peso das Stück bis zur ausgewachsenen Palme für mehrere Tausend Peso so ziemlich jede in Mexico heimische Pflanze kaufen kann.

Für mich ist Xochimilco sowas wie mein persönliches Bermudadreieck. Gut, die Stocherkähne und den Pflanzenmarkt finde ich mittlerweile problemlos, aber ansonsten verfahre ich mich in diesem unübersichtlichen Gewirr aus engen Gassen prinzipiell, egal, ob ich einfach nur in ein benachbartes Dorf zum Festival del Mole fahren will, oder ob ich mit Karte und Satellitenfotos ausgerüstet ein Päckchen bei jemandem abholen will. Die Straßen sind viel enger als sonst im DeEffe üblich und obwohl sie auf dem Stadtplan alle ziemlich gerade sind,führen sie in der Realität ziemlich kurvig über die Hügel. Und natürlich wird sind Straßenschilder und Wegweiser nur sehr spärlich vorhanden.

Das Navigationsgerät ist gestern auf meiner Wunschliste ein paar Plätze nach vorne gerutscht. Wobei ich gar nicht weiß, ob es für den Moloch ein funktionierendes gibt, Renault bietet zwar eins an, allerdings habe ich noch niemanden kennengelernt, der das Ding schonmal im Einsatz gesehen hat.

Kommentare:

  1. Bisher taugt auch keins von diesen Navi-Geräten.
    Warum?

    Veraltete Karten (ganze Stadtteile fehlen, Einbahnstraßen-Richtungen stimmen nicht) und keine Audio-"An der nächsten-Ecke-links-abbiegen"-Anweisungen.
    Natürlich auch keine Hotels, Restaurants, Oxxos oder Sanborns eingezeichnet.

    Zu deutsch: nutzlos (und schweineteuer).
    Kauf' Dir da besser einen von diesen roten Stadt-Atlanten (einer Firma, deren Name ich nicht nenne): billiger und aktueller.

    Oder fahr' mit dem Taxi. Das ist sogar entspannender als Autofahren in dieser Sch...önen Stadt.

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  2. *Grins* Ja, auf den google-maps sah das alles einfacher aus, was? ;-)
    Wenn es nix vernünftiges gibt, könnte man noch die "Einfachst-Variante" in Betracht ziehen: Nen Palm (ich hab meinen M130 gebraucht bei Ibää geschossen) mit nem passenden , per Saugnapf für die Scheibe und KFZ-Stecker installierbaren GPS-Aufsatz (hab meinen von Holux auch bei Ibää gebraucht gekauft), ne GPS-Freeware drauf und nen paar interessante/wichtige Punkte abspeichern.
    Da weiß man dann wenigstens so ungefähr, in welche Richtung es gehen soll.
    Wir hatten meinen Palm letztes Jahr bei der Chiapas-Tour im Einsatz, war sehr interessant, dabei ständig die GPS-Daten inkl. Höhe über NN im Blickfeld zu haben.
    Und als wir uns irgendwo im Umland von Tepotzlan ziemlich verfahren hatten, hat uns der kleine Palm zumindest zuverlässig die Richtung gezeigt, in die wir fahren mussten.
    Klar, im Vergleich zu nem "richtigen" GPS-System nur Spielerei, aber durchaus nützlich. :-)

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