Dienstag, Mai 14, 2013

Migra

Wie langweilig wäre doch mein Leben hier, wenn nicht die Migra alljährlich für ein bischen Abwechslung sorgen würde.

Nach dem Aufriss letztes Jahr (wir erinnern uns) hab' ich mir den Ablauf des Visums in verschiedene Kalender eingetragen. Sogar das Mailsystem im Büro erinnert mich jeden Morgen daran, endlich die Verlängerung zu beantragen. Wenn ich nur wüsste, wo ich das wieder abstellen kann. Aber besser so, als andersherum.

Also hab' ich rechtzeitig angefangen, mich um den Mist zu kümmern und wurde erstmal überrascht. Mein Arbeitgeber ist mittlerweile der Meinung, sich nur noch um solche Visumangelegenheiten zu kümmern, die er selbst verursacht hat, sprich den Service mit Firmenanwalt gibt es nur noch für Leute, die von der Firma ins Ausland geschickt werden. Schade eigentlich. Obwohl, so dolle war das beim letzten Mal ja auch nicht.

Also selbst das Geraffel zusammengesucht und die Formulare ausgefüllt. Zwischenzeitlich hat sich einiges geändert, jetzt gibt es wohl gar kein FM2 mehr, man unterscheidet zwischen temporären und permanenten Einwanderern, welcher ich jetzt eigentlich bin, wird mir am Telefon nicht beantwortet, ich möchte bitte persönlich vorbeikommen. Na, schönen Dank auch. Trotzdem hab' ich es heute geschafft, den Mist abzugeben. Und gleich die nächste Überraschung. Die Verlängerung geht jetzt nicht mehr von Heute auf Morgen, sondern braucht bis zu 30 Arbeitstage.

Na, da bin ich mal gespannt, was denen in diesen 30 Tagen so einfällt.

Mittwoch, Mai 08, 2013

Verificación dos

Unser Outlander ist jetzt nur noch zweite Wahl. Zumindest, was die Abgasuntersuchung angeht. Nicht, dass sich die Werte verändert hätten, aber ein Auto, das älter als 8 Jahre ist, kann per Definition hier nur noch die Schadstoffklasse 2 erfüllen. Das heisst, wir dürfen jetzt Mittwochs und am dritten Samstag im Monat nicht mehr mit dem Auto in die Stinkestadt fahren.

Komischerweise juckt mich das überhaupt nicht.

Mittwoch, April 24, 2013

Über eBooks

Seit gut einem Jahr habe ich einen Kindle. Und ich bin sehr glücklich mit dem Teil, es ist nicht grösser als ein Taschenbuch, passt zufälligerweise in die Innentasche meiner Sackos, ich hab' das Ding also immer mit dabei und kann so die Pausen im Alltag wie Metrofahrten oder Wartezeiten mit einem Buch füllen. Ich denke, die Tatsache, dass ich in diesem Jahr 35 Bücher auf dem Gerät gelesen habe, spricht für sich.

Dass ich beim Kauf eines Kindle-Buches kein echtes Buch mehr bekomme, sondern nur noch das Recht, dieses Buch zu lesen, stört mich prinzipiell nicht, da ich die gedruckten Bücher auch nicht behalte, sondern sie normalerweise verschenke oder tausche. Andererseits kann ich, wenn ich ein Buch auf Papier kaufe, dieses eben gegen ein anderes tauschen, das dann vielleicht auch wieder getauscht wird, von den "echten" Büchern bezahle ich also vielleicht nur jedes dritte oder vierte Buch, das ich lese.

Das ist beim Kindle anders, da bezahle ich jedes Buch, das ich lese und damit komme ich zu einem Punkt, der mir am Konzept des eBooks missfällt. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass eigentlich jedes Buch (nur) zweimal gelesen wird, dann könnten die Verlage doch die eBook-Versionen ihrer Bücher zum halben Preis des Taschenbuches anbieten, ohne Abstriche bei Umsatz und Gewinn machen zu müssen, weil ja die Bücher, die früher unbezahlt (weil geliehen oder getauscht) gelesen wurden, jetzt bezahlt werden müssen. Und wenn jedes normale Buch dreimal gelesen wird, bevor es in irgendeinem Keller endgelagert wird...

Der Punkt ist: viele eBooks sind zu teuer. Ich will das Zeug nicht umsonst, bis so ein Buch auf dem Server liegt kostet es Geld und es ist klar, dass ein Verlag seine Kosten plus ein bischen Gewinn wieder haben will. Aber wenn er das bisher mit verleihbaren, tauschbaren und verschenkbaren Büchern geschafft hat, kann er doch bitte auch ein bischen von seinem Vorteil des eBooks, die Nichtverleih-tausch-verschenkbarkeit, an seine Kunden weitergeben. Zumal sogar die deutsche Rechtsprechung diese Praxis der Nichtweiterverkaufbarkeit bestätigt hat. Wenn auch mit seltsamer Argumentation.

Also, liebe Verlage, senkt die Preise für die eBooks, ich kauf dann auch mehr davon.

Montag, April 08, 2013

Der ging nach hinten los

Ich hab' meinen Mädels eine CD mit deutschen Kindeliedern gebrannt, die wir im Auto hören können. Nicht ganz ohne Hintergedanken, ich hatte die Hoffnung, auf diesem Weg ihr Deutsch ein bischen aufbessern zu können. Und jetzt ratet mal, welches das einzige Lied auf der CD ist, das sie immer und immer wieder hören wollen?




Samstag, April 06, 2013

Vertriebsprofi

Samstag vormittag, es klingelt. Ich bin beschäftigt, da es wahrscheinlich ohnehin nur die Zeugen sind, lasse ich mir Zeit. Als ich dann doch endlich die Tür aufmache, steht da wider Erwarten noch jemand, der schon von Weitem als Telmex-Mitarbeiter zu erkennen ist.

- Guten Morgen?
- Guten Morgen. Äh, wissen Sie, ob dieses Haus einen Telefonanschluss hat?
- Ja, hat es.
- Einen von Telmex?
- Nein, keinen von Telmex.
- Wären sie interessiert, zu wechseln?
- Sicher nicht.
- Kennen Sie vielleicht jemanden, der wechseln möchte?
- Nein.
- OK, vielen Dank.

Sprichts und trollt sich.

Wenn der auf Provisionsbasis arbeitet, wird er in dem Job nicht reich.

Dienstag, April 02, 2013

Der Berg ruft

Wir haben am Karl-Freitag mal wieder versucht, den Iztaccihuatl zu besteigen. Dummerweise ist unser Bergführer kurzfristig ausgefallen, also sind wir zu viert da hoch, mein Schwiegervater meinte, den Weg finden wir schon. Er ist übrigens dafür bekannt, dass er sich auf Wegen mit mehr als zwei Kreuzungen mindestens einmal verfährt. Das ist bei seinem Job als Taxifahrer nicht wirklich hilfreich.

Aber zurück zum Berg. Wir mussten tatsächlich zwei mal nach dem Weg fragen, bis wir endlich die Baumgrenze erreichten, ich hatte auch so meine Probleme mich im Wald an den Weg zu erinnern. Nach einer kalten Nacht ging es dann weiter in Richtung Gipfel, da oben ist die Orientierung wesentlich einfacher, man sieht die Wegmarkierungen schon von weitem, wenn nicht ständig irgendwelche Bäume im Weg herumstehen. Schwiegervater blieb im Basislager zurück, er hatte Probleme mit der Wampe Höhe, mein Schwager und dessen Vater begleiteten mich. Für beide war es die erste Bergwanderung und ich war überrascht, wie gut wir voran kamen, erst als wir den Tumbaburros (Eselumwerfer?) bestiegen hatten und der Gipfel in voller Pracht vor uns lag, angeblich ist er von dem Punkt aus in zwei weiteren Stunden zu erreichen, beschlossen wir, umzukehren.

Der Muskelkater ist natürlich übelst, ich laufe seit drei Tagen, als hätte ich zwei Holzbeine, aber die Erfahrung war klasse. Die letzten beiden Male hatte ich nicht das Gefühl, den Gipfel erreichen zu können, aber nachdem ich den Gipfel jetzt aus der Nähe gesehen habe, bin ich ziemlich sicher, dass es nächsten Mal klappt.


Und nächstes Mal werd' ich die Sonnencreme nicht nur da hochschleppen, sondern auch benutzen. Sieht ziemlich Scheisse aus, wenn die Ohren Blasen werfen.


Hier gibt's Fotos (vom Berg, nicht von den Ohren).

[Kurzes update]

Wir kamen bis auf etwa 4600m (Google Maps)

Sonntag, Dezember 23, 2012

Frohe Weihnachten


Wir wünschen allen Lesern ein frohes Fest!