Dienstag, April 15, 2014

Abgasuntersuchung

Beim Outlander ist die Verificación fällig. Die letzten drei male hat Fausto das recht elegant geregelt, er kennt da jemand, der ihm (natürlich gegen ein Trinkgeld) Aufkleber und Bescheinigung direkt ausgehändigt hat, ohne das Auto auch nur gesehen zu haben. Ich musste mit der Kiste also nicht mal mehr in die Stadt fahren, sondern hab' den Kram einfach bei ihm abgeholt und dann zu Hause den Aufkleber verbappt.

Leider geht das diesmal nicht mehr, die vielen Unregelmässigkeiten sind aufgefallen, so dass das komplette Personal der Untersuchungsstelle ausgetauscht wurde.

Schade eigentlich. Nun könnte ich das Auto zwar in Cuernavaca anmelden, dann wäre der Weg zur Abgasuntersuchung nicht so weit, aber ein Auto der Klasse 2 darf ich Wochentags erst ab 11 Uhr vormittags in der Stinkestadt bewegen. Ist zwar schon 'ne Weile her, dass ich unter der Woche mal mit dem Auto in die Stadt gefahren bin, aber wenn es dann doch mal sein müsste, wäre die Einschränkung doch heftig.

Dann werde ich die Tage also doch mal in den Estado fahren müssen.

Freitag, April 11, 2014

Back to the roots

Zur Zeit bin ich wieder beim SAT. Schon witzig, irgendwie. Natürlich kenne ich nicht mehr viele von den Leuten, gute 80% des Personals dürfte seither gewechselt haben. aber ab und zu begrüsst mich dann doch mal wieder jemand. Mir ist das mitunter etwas peinlich, weil die mich immer mit Namen ansprechen, während ich mir die Namen ja schon nicht merken konnte, als wir noch zusammen gearbeitet haben.Sogar der Schuhputzer (der nimmt übrigens mittlerweile 20 Peso) hat mich erstaunt gefragt, was ich denn wieder hier mache.

Da werden einige nette Erinnerungen wach. Und es erinnert mich daran, dass ich jetzt schon seit fast 10 Jahren hier in Mexico lebe.


Interessant auch der Kollege der seither schon zweimal den Arbeitgeber gewechselt hat, aber immer noch am gleichen Schreibtisch hier beim SAT sitzt. Alle paar Jahre wechseln hier die Zulieferer, wobei dann der Neue dem Vorherigen das Personal abwirbt.



Samstag, März 29, 2014

Mittwoch, März 26, 2014

Nevado de Toluca

Am Samstag entschlossen wir uns ziemlich spontan, auf den Nevado de Toluca zu fahren. Warme Klamotten, Sonnencreme und Wasser eingepackt, das Ziel ins Smartfone eingegeben und los gings.

Wir fuhren also an den Lagunas de Zempoala vorbei Richtung Toluca und wurden dann durch immer kleinere Dörfer auf einen Feldweg gelotst. Wo mir dann einfiel, was mir vor kurzem ein Bekannter erzählt hatte. Sein Navi hatte ihn, auf dem Weg zum Nevado, auf einen Feldweg geführt, der immer schlechter wurde, so dass er schliesslich umkehren musste. Also tat ich etwas, was mir als Mann ganz furchtbar schwerfällt, ich fragte nach. Zunächst den Fahrer eines Jeeps, der uns entgegen kam. Er wusste es auch nicht so genau, aber es wären ihm schon andere Autos entgegen gekommen, die ihn auch gefragt hatten, ob es hier zum Nevado hoch geht, das sollte also schon passen. Ein Stückchen weiter haben wir dann noch einen Bauer gefragt, wo es denn zum Nevado ginge, der bestätigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg wären.

Der Weg war zwar nicht gerade fantastisch, aber auch nicht wirklich schlecht und er führte uns durch den Wald nach oben. Allerdings wurde er immer steiler und immer rutschiger. Irgendwann kamen wir dann mit dem Fronantrieb nicht mehr weiter, also umgedreht und im Rückwärtsgang nochmal einen guten Kilometer weitergefahren bis wirklich Schluss war. Das Navi zeigte noch etwa 5km bis zum Ziel an, das würden wir auf dem Weg sicher nicht schaffen, wieder runterfahren und den Berg von der anderen Seite nochmal anzufahren würde uns wahrscheinlich zwei Stunden kosten, nicht sehr verlockend.

So ein Mist aber auch, dabei hatte ich meinen Mädels auf dem Weg so toll erklärt, was es mit dem erloschenen Vulkan auf sich hat, dass man im Krater herumspazieren kann und man manchmal in den schattigen Ecken sogar noch etwas Schnee finden kann.

Wir beschlossen also, das Auto stehen zu lassen und wenigstens ein bischen spazieren zu gehen. Und stellten fest, dass wir nur etwa eine halbe Stunde vom Parkplatz, zu dem wir eigentlich wollten, entfernt waren, ich hatte als Zielpunkt statt dem Parkplatz die Kratermitte eingegeben. So konnten wir doch noch zu den Seen im Krater laufen und Schnee haben die Mädels auch gefunden.



Vielleicht sollte mal jemand bei Google Maps Bescheid sagen, dass der Aufstieg von Osten her nur mit Allradantrieb zu meistern ist.

Sonntag, März 23, 2014

Disqualifiziert

Sonntag Nachmittag, wir spielen Zicke Zacke Hühnerkacke. Nachdem ich die ersten drei Spiele gewonnen habe, meint die Kleine "Nochmal! Aber ohne den Papa!"

Kinder können grausam sein!

Dienstag, März 11, 2014

Sportliches Wochenende

Am Samstag veranstaltete Citlalis Schule einen Triatlon. Wir haben sie auch eingeschrieben und sie war mit vollem Eifer dabei. Für eine Medalle hat es zwar nicht gereicht, aber wir hatten Spass, das war die Hauptsache.






Am Sonntag war in Tepotztlan ein Lauf, zu dem ich mich mit einem Bekannten angemeldet hatte. Es war mein erster Lauf hier in Mexico (irgendwo hab' ich gelesen, die Lauferei wäre eines der ersten Symptome der Midlife-Crisis), es war sehr interessant und ich werde hoffentlich noch ein paar andere mitmachen. Fúr den Nächsten suche ich mir aber was Flacheres. Der Muskelkater ist wirklich abartig.


644 Höhenmeter auf 8,2km. Sehr anstrengend.


Montag, November 11, 2013

Sommernachtstraum

Donnerstag war ich mal wieder im Theater. Hab' ich hier schonmal erwähnt, das ich Theater ganz toll finde?

In der Stinkestadt gibt es hinter dem Auditorio National mehrere Theater, die bieten das normale Programm Donnerstags zum Preis von 30 Peso (< 2 Euro) an. Das sind 'n bischen mehr als 10% des regulären Preises, da ärgert man sich nichtmal, wenn das Stück ein wenig zu sehr experimentell war.

Und letzte Woche waren wir (normalerweise geh' ich da mit einem Freund hin, anschliessend unterhalten wir uns dann bei einem Bierchen über was Männer halt so reden das gesehene Werk) in einer Aufführung von Shakespeares Sommernachtstraum.

Es war wirklich 'ne sehr interessante Inszenierung, teilweise standen die Zuschauer im Raum, die Handlung fand irgendwo zwischen uns statt, dann durften wir uns setzen, dann wieder rumlaufen. Ich hatte zwar meine Probleme, zu verstehen, worum es ging, aber irgendwie war es erfrischend anders. Und bei den Klassikern muss ich danach sowieso immer googlen, was ich da jetzt eigentlich gesehen hab'. Schön war's, ich hoffe, ich bin diesen Donnerstag wieder in der Stadt.