Donnerstag, Juni 22, 2006

Was macht eigentlich ...

... der Dodge?

Nun, im Januar bekamen wir ja zwei Angebote für den Dodge, die wir aber ablehnten. Daraufhin machte uns Ende Januar jemand aus Evelyns Familie das gleiche Angebot, 15000 Peso in siebeneinhalb Monatsraten.

Wir akzeptierten und es passierte drei Monate lang erstmal nix. Wir hatten genug um die Ohren und da es mir lieber ist, wenn der Dodge benutzt wird, als daß er bei uns vor dem Haus rumgammelt, war mir das erstmal egal. Anfang Mai sprach uns der Käufer dann an, er würde uns ja noch Geld schulden und ob ich ihm meine Kontonummer geben könnte, er würde das dann überweisen. Ich fragte neugierigerweise nach, wieviel er denn überweisen wolle, die Frage zielte eigentlich darauf ab, ob er zu den ausstehenden 3 Raten von Februar bis April auch gleich die Mai-Rate zahlen wolle, seine Antwort lautete mas o menos 500 Pesos (etwa 500 Peso).

Während ich noch rechnete (500 Peso in 3 Monaten macht 2000 pro Jahr, das ergibt eine Laufzeit von siebeneinhalb Jahren!) wurde Evelyn deutlicher: Entweder er zahlt zum Monatsende mindestens die ersten drei Raten, oder er gibt uns die Schlüssel zurück, Familie hin oder her, wir brauchen das Geld für die Einrichtung des Kinderzimmers.

Also haben wir das Ding an der Backe, ernsthafte Käufer gibt es nicht, mir braucht er in der Stadt zu viel Sprit, für weite Reisen ist er mir zu unzuverlässig, verschrotten mag ich ihn eigentlich nicht und nur rumstehen lassen ist auch keine Lösung.

Deshalb haben wir ihn einem Freund als Dauerleihgabe überlassen, zu der Bedingung, daß er sich um die Verification (Abgasuntersuchung, alle 6 Monate) kümmert. Er selbst hat kein Auto und da seine Tochter (15) ihn gerade zum Großvater befördert hat, ist die Kiste für ihn ganz praktisch, er geht pfleglich damit um und so ist mir das lieber, als wenn sie vor unserer Haustür ohne Not vergammelt.

Kommentare:

  1. (-: Eine ähnliche Erfahrung habe ich beim Geldleihen festgestellt. Man leiht mal schnell 1000 Peso mit Schuldschein- Rückzahlung in einer Woche, damit das Schulgeld der Kinder vom Kollegen bezahlt werden kann ... und dann muss man nach Monaten deutlicher werden, dass man doch jetzt bitteschön sein Geld haben will.

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  2. Roland hat ja unter dem Titel " Banamex und ihr "ADELAnto" auch schon mal was dazu geschrieben, und mir ist bei meiner Frau (und auch bei deren Familie) auch schon öfter aufgefallen, dass man sich mehr Gedanken darum macht, was man sich kauft, als darum wie und womit man das auch bezahlen kann. Scheint wohl ne mexicanische Eigenart zu sein... ;-)

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