Dienstag, Februar 07, 2006

Radarfalle

Wie bereits von Cabronsito berichtet, gibt es im DeEffe seit einer Woche 12 Radargeräte. Am Freitag hab' ich noch mit meinen Kollegen gescherzt, daß die Dinger ja völlig sinnlos seien, schließlich kommt man in der Stadt selten über Schrittgeschwindigkeit.

Samstag nacht (eigentlich schon Sonntag früh), so gegen drei waren wir auf dem Weg von Schwiegermutters Geburtstag nach Hause. Da wenig Verkehr war, war ich auf dem Cirquito Interior (an der Stelle 3 Spuren ohne nennenswerte Schlaglöcher und kreuzungsfrei) recht zügig unterwegs, als mich am rechten Fahrbahnrand etwas Leuchtendes irritierte.

Es war das Display des Radargerätes. Die fotografieren hier von hinten, sprich das Gerät steht parallel zur Fahrbahn, das Fotografiergerät in Fahrtrichtung ausgerichtet. Der Radarfallen-Reflex hat noch funktioniert, ich hab' den Tracker noch unterhalb der erlaubten 80 bekommen.

Weniger toll krieg' ich das mit den Topes auf die Reihe. Da es bisher hier keine Geschwindigkeitkontrollen gab, fährt jeder mehr oder weniger so schnell wie er mag, bzw. der Verkehr es zuläßt. Die Radarfallen werden daran meiner Meinung nach auch nichts ändern, wenn dem Fahrzeughalter (!) nach einem halben Jahr eine nicht mehr nachvollziehbare Auflistung von einem halben Dutzend Verstöße präsentiert wird, hat das wahrscheinlich kaum einen pädagogischen Effekt, der Halter zahlt, ob er gefahren ist oder nicht und fühlt sich mal wieder von denen da oben kräftig verarscht. Vielleicht nicht gerade ein Schritt, um das Vertrauen des Bürgers in die Polizei zu stärken.

Wie dem auch sei, ich wollte was über die Topes schreiben. Damit nämlich nicht jeder rumheizt, wie er will, gibt es die berühmten Topes, sprich Bremshügel. Die gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, mal nett gewölbt, so daß sie auch mit 30 km/h überfahren kann, mal abartig steil, so daß man selbst bei Schrittgeschwindigkeit Mitleid mit dem Fahrwerk bekommt. Normalerweise werden die Topes an Kreuzungen angebracht, meist an den Straßen, die keine Vorfahrt haben, auch vor Schulen sind die Dinger beliebt. Und manchmal stehen, oder besser liegen die Dinger auch da rum, wo man am wenigsten damit rechnet. Zumindest ich nicht. Und leider werden die Dinger auch nur selten mit auffälligen schwarz-gelben Streifen bemalt oder durch ein Schild angekündigt. Und so gut wie ich Radarfallen erkenne, übersehe ich Topes. Zum Beispiel am gleichen Samstag, wir waren noch schnell bei Erwin in Nezahualcoyotl, seine Eltern hatten uns zu einer Party anläßlich ihres 35. Hochzeitstages eingeladen und auf dem Weg zu Nellys Geburtstagsfeier, hab ich tatsächlich einen Tope recht spät bemerkt. Quiiiiieetsch, Rumpel (Tope rauf), Bautz (Tope runter). Ich hasse die Dinger. Dann doch lieber Radarfallen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten