Donnerstag, April 07, 2005

Der Rückflug

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Am Sonntag ging es dann wieder los, Richtung der anderen Heimat. Der Flug Frankfurt->Paris ging um 7, ich sollte bitte 2 Stunden vorher da sein und rechnete mit 2 Stunden bis Frankfurt (nur für den Fall, dass wir irgendwie aufgehalten werden hätten können, was so früh am morgen natürlich nicht der Fall war). Und da netterweise die Sommerzeit in dieser Nacht begann, mussten wir um 2 Uhr morgens los. Ich war dummerweise so aufgedreht, dass ich vorher gar nicht schlafen konnte.


Am Flughafen habe ich dann noch Lugdy getroffen, eine Freundin aus der Ulmer Zeit, die mittlerweile in Frankfurt wohnt. Es war zwar nur ein kurzes Treffen, aber es war nett, sie mal wieder zu sehen.


Beim Einchecken gab es kurz ein wenig Verwirrung. "Guten morgen Herr -ähm- Bohn. Sie fliegen also nach Mexico. Und sie fliegen zurück am ... äh, sie fliegen gar nicht wieder äh, ich meine, das ist Ihr Rückflug?" Der nette Herr hat sich dann mein Visum angekuckt und fand es dann OK. Ich hatte übrigens beide Koffer leicht überladen (32,5 und 33kg statt 32).


Da ich ja recht müde war, bin ich im Flieger bereits vor dem Start eingeschlafen und hab' dann auch recht wenig vom Flug nach Paris mitgekriegt.


Nach der Landung begann dann ein ganz seltsames "Ritual", wir sind im Flieger einmal um den kompletten Flughafen herumgefahren und haben dann neben einer Maschine der AeroMexico geparkt. Von dort hat uns ein Bus wieder um den Flughafen herum zurückgefahren und uns dann an irgendeinem Terminal abgesetzt. Ich musste erstmal zu einem anderen Terminal laufen und dann nochmal durch die Sicherheitskontrolle und warten. Danach wieder in einen Bus, der mich zu der AeroMexico-Maschine fuhr, neben der ich schonmal umgestiegen bin. Bischen viel Fahrerei, aber der Flughafen ist ja recht interessant.


Die Maschine war leider nur eine B767, die ist wesentlich kleiner als die B747, was ja an sich schon ein Vorteil wäre. Aber das Ding ist auch wesentlich langsamer (braucht 13 statt 11 Stunden) und die Inneneinrichtung war leicht antiquiert, d.h. es gab nur ein paar an die Decke gepappte Fernseher. Glücklicherweise war der Sitz neben mir frei, ich konnte mich also ein wenig ausbreiten und ich hab' auch hier viel geschlafen.


Nach der Landung das Übliche: Passkontrolle, Koffer abholen und dann der Zoll. Dort gibt man seine Zoll-Erklärung (auf der man erklärt, dass man nicht mehr als US$ 10000 in Bar, keine Lebensmittel und keine Waffen mit dabei hat) ab und muss dann auf einen Knopf an einer Ampel drücken. Die leuchtet dann zufälligerweise grün oder rot, sprich man darf durch oder man muss die Koffer auspacken. Ich hatte ein wenig Bammel, weil ich ein Paket Landjäger (Wurst), gefärbte Ostereier und sonstige Leckereien mit dabei hatte. Aber die Dame vom Zoll nahm meinen Zettel entgegen und winkte mich durch. Ich war so baff, dass ich sie fast gefragt hätte, ob ich denn nicht auf die Ampel drücken soll, hab' mich dann aber vom Acker gemacht.


Und eine Stunde später lag ich dann schlafend auf der Couch. Die Woche was stressig, aber toll.

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