Mittwoch, Juni 04, 2008

Hoher Ölpreis führt zu Fahrradknappheit

Gerade gelesen: In New York werden Fahrräder knapp. Unglaublich. Immer mehr Leute steigen vom Auto aufs Fahrrad um, weil ihnen der Sprit zu teuer wird.

Das kann uns hier in absehbarer Zeit (leider) nicht passieren, das Benzin kostet etwa 7.15 Peso (ca 0.45 Euro). Witzigerweise ist das nicht etwa so, weil Mexico selbst Öl fördert (Mexico ist der fünftgrößte Ölproduzent der Welt) und es zum günstigen Herstellungspreis an seine Bürger abgibt, der Preis wird staatlich subventioniert, um die allgemeinen Verbraucherpreise niedrig zu halten. Weil es im Land nicht genügend Rafinerien gibt, wird etwa 40% des Benzins teuer importiert.

Kommentare:

  1. interessant. ein bekannter von mir wohnt in einer WG nahe flensburg. einer seiner mitbewohner macht grad so eine ausbildung um das pferd als zugtier zu benutzen.

    ansonsten las ich letztens irgendwo, daß die ölförderung mexicos rückläufig sei. ein schelm, wer peak-oil dabei ins spiel bringt.

    selbige rückläufige quoten gibt es wohl in saudi-arabien, wobei dort als grund die veraltete technik vorgeschoben wurde.

    das hier und anderswo auf der welt viel über ölpreise und fördermengen geschrieben wird, kann doch nicht von ungefähr kommen!?

    dennoch, ich bin ein mann der straße: ich liebe meine autos und die müssen fahren!

    mist, schon viddl vor vier, ick mutt int bett.

    n8i

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  2. ansonsten las ich letztens irgendwo, daß die ölförderung mexicos rückläufig sei

    Ja, das Thema rund ums Öl wird hier gerade sehr kontrovers diskutiert. Daß die Ölförderung rückläufig ist, ist richtig und es wird sowohl auf die Erschöpfung der Lagerstätten als auch auf fehlende Investitionen zurückgeführt. Um zum Beispiel Lagerstätten, die tiefer liegen, anzuzapfen, braucht der staatliche Ölkonzern Pemex Geld, der Staat hat aber keins (der zieht ja schon so viel Geld wie irgend möglich aus Pemex raus) und wer vorschlägt, private Investitionen zuzulassen (natürlich wollen die privaten Investoren später einen Teil des Gewinns aus der Investition), sieht sich schnell dem Vorwurf des Vaterlandverrats (Verkauf von Volkseigentum an ausländische Investoren!!!!!) ausgesetzt. Naja, sehr komplex das Ganze, aber der großen Mehrheit der Mexikaner geht das sowieso irgendwo vorbei.

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  3. aber der großen Mehrheit der Mexikaner geht das sowieso irgendwo vorbei.

    Auch das wird nicht ewig so bleiben, denke ich. MX hat solche Sachen wie Steuern etc. bisher immer recht locker gesehen, es kam ja auch genug Kohle durch die Öl-Förderung rein.
    Wenn das wegbricht, wird der Staat die Steuerzahlungen ernster nehmen, es fehlt ja dann auch ne Menge Geld. Zusätzlich werden die Spitpreise heftig steigen.
    Das gibt dann ein kollektives Geheule in MX...

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