Freitag, Januar 18, 2008

Tips für Radfahrer (VII)

Hütet Euch vor Leuten, deren Mobiltelefon klingelt, wenn sie gerade die Spur wechseln!

Ein Scheiss-Tip, weil man relativ machtlos ist, selbst wenn man den Kerl sieht. Aber von vorne: Ich war gestern abend auf dem Weg nach Hause, auf der Straße auf folgendem Kartenabschnitt, von oben nach unten. Die Straße hat an der Stelle drei Spuren, die (in Fahrtrichtung) Linke führt nach unten auf die Brücke, die Rechte geht normal weiter während die Mittlere sich in zwei Spuren aufteilt. Ich fahre normalerweise auf der rechten Spur, wie sich das eben gehört und kurz vor der Gabelung wechsle ich auf die Mittlere.


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Gestern abend war das genau so wie immer, ich war auf der rechten Spur, schaute mich um, die Spur war frei und ich zog nach links und wartete auf eine Lücke auf der mittleren Spur, um mich dort einzuordnen, als ich sah, wie einer aus der mittleren Spur nach rechts zog und beschleunigte. Ein seltsam dämliches Gefühl. Irgendwann hat er mich dann doch gesehen, auf Grund der vorherigen Beschleunigung (er hatte es Eilig, er wollte zur Uni auf der anderen Seite der Straße) hatte er jetzt aber jemanden links von sich, er konnte die Fahrbahn nicht wechseln und er hat mich trotz Vollbremsung erwischt.

Der Aufprall hat mich umgeworfen, unglücklicherweise bin ich aufs Knie gefallen. Der Kerl hat netterweise angehalten (das ist hier leider keine Selbstverständlichkeit) und mich auch prompt ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde dann erstmal das Knie untersucht und geröngt, der Knochen hat nix abbekommen, die Bänder sind wohl noch dran, aber so genau können sie das erst sagen, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Jetzt trage ich eine modische Beinschiene und habe meinen Fuß auf dem Schreibtisch liegen.

Und so sieht mein armes Fahrrad aus (Draufklicken für die große Version):

Kommentare:

  1. Hoppla! Glimpflich ausgegangen!

    Ich fühle mich bestätigt, wie ich vor knapp 2,5 Jahren einmal schrieb: Fazit: das ist lebensgefährlich!

    Vielleicht solltest Du Dich lieber dazu entschließen, Dich den Bicitekas (oder anderen; es gibt ja ein paar Gruppen) für ihre Wochenend-Off-Road-Touren anzuschließen, anstatt täglich Dein Leben zu riskieren?

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  2. Naja, ich hab' eigentlich auch immer gedacht, daß mich mal so ein Schwachmaat der mit zuwenig Abstand überholt vom Rad wirft. Man beachte übrigens den stylischen Abstandshalter am (demolierten) Rad.

    Der Unfall gestern war allerdings anders, der Kerl hätte auch einen LKW übersehen (und dann ein grösseres Problem gehabt). Also kein typischer Radfahrerunfall. Das Rad benutze ich auf dem Weg aus zwei Gründen: Erstens bin ich damit schneller, als mit dem Auto, wenn ich nicht pünktlich um 5 aus dem Büro komme, ausserdem kann ich mir so unter der Woche die Kondition antrainieren, die auf den Wochenendtouren recht nützlich ist. Um die zu haben, müsste ich sonst jedes Wochenende radfahren, aber das ist die Zeit, in der ich eigentlich mit meiner kleinen Familie zusammen sein will, also kommt so eine Tour für mich nur alle 4 Wochen in Frage.

    Nunja, jetzt ist eh erstmal Zwangspause, da hab' ich etwas Zeit zum Überlegen.

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  3. Typischer Radunfall oder nicht - Fakt ist, dass Deine Knautschzone als Radfahrern bei den Vorderzähnen beginnt! Wenn der Typ Dich nur einen Augenblick später sieht und dementsprechen erst später bremst, ist nicht nur Dein Bein ramponiert ...

    Vielleicht solltest Du das als Warnung hinnehmen, auf Dein tägliches Training verzichten, Deine Konditionserwartungen zurückschrauben und dafür Deinem Töchterchen noch lange ein guter Papa sein. Das nächste Mal geht's vielleicht nicht mehr so glimplich aus ...

    LG aus Wien

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  4. Übel! Gott sei Dank ist es so glimpflich ausgegangen.

    Gute Besserung!

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