Sonntag, Oktober 13, 2013

Dass es das noch gibt

Neulich, auf dem Flug von Panama nach Belo Horizonte (Brasilien) sass neben mir ein älteres Ehepaar. Der Flieger hatte eines dieser modernen Unterhaltungssysteme, bei denen man sich auf einem kleinen Bildschirm in der Lehne des Vordersitzes Filme anschauen oder Spiele spielen kann. Die beiden kamen mit dem Teil überhaupt nicht klar, ich versuchte, zu helfen, allerdings sprachen die beiden nur Portugisisch und das ist eine der wenigen Sprachen, mit denen ich (zumindest in gesprochener Form) gar nichts anfangen kann. Also stellte ich ihnen zumindest die Sprache auf portugisisch und widmete mich wieder meinem Bildschirm.

Trotzdem kamen die beiden nicht wirklich mit ihrem Teil klar und sassen also ziemlich gelangweilt rum. Ich fand es schon ziemlich seltsam, dass sich jemand auf einen 6 stündigen Flug nicht wenigstens ein Buch mitnimmt. Und mich mit ihnen zu unterhalten scheiterte ja leider an unseren unterschiedlichen Sprachen.

Kurz vor der Landung verteilte dann die Stewardess die Zollformulare. Ich füllte meinen Zettel aus und bemerkte, dass mich meine Nachbarn fragend anschauten. Ich bot ihnen meinen Stift an, vielleicht hatten sie ja keinen dabei, sie lehnten aber freundlich ab, machten mit der Hand eine schreibende Geste, schüttelten den Kopf und streckten mir ihre Zettel entgegen.

Da wurde mir plötzlich klar, weshalb die beiden mit dem Bildschirm nicht klar kamen und auch kein Buch dabei hatten. Die beiden konnten schlicht nicht lesen. Hätte mich natürlich interessiert, weshalb, aber, wie gesagt, 'ne echte Unterhaltung war nicht machbar.

Die Begegnung hat mich recht nachdenklich zurückgelassen, den beiden bleibt ein grosser Teil der modernen Welt verwehrt. Das muss schon seltsam sein.

Montag, September 23, 2013

Regenwetter

Zugegeben, das ist Jammern auf hohem Niveau, mit den Mexikanern an der Küste möchte ich im Moment eher nicht tauschen, aber bei uns bringt der ständige Regen sogar die Schnecken auf die Palme.

Montag, Juni 17, 2013

Das ging aber schnell

wenn's denn wahr ist.

 
Mal schauen, ob ich morgen Zeit hab', das Ding abzuholen.

[update 19/06/2013]

Ich hatte gestern tatsächlich zufälligerweise in der Stadt zu tun und auch noch Zeit, bei der Migra vorbeizuschauen. Eineinhalb Stunden warten, drei Minuten für Karte kriegen und Empfang bestätigen.

Das Design der neuen Karte gefällt mir zwar gar nicht, dafür sieht sie aber wesentlich weniger "selbst gemacht" aus.

Ein Jahr Ruhe!

Dienstag, Juni 11, 2013

Mesón Casa de Piedra

Wir waren am Meer. Mal wieder in von Playa Ventura, allerdings haben wir uns diesmal ein anderes Hotel gesucht, als das Perla, in dem wir normalerweise sind. Nachdem wir uns mehrere Hotels angeschaut hatten, stand als letztes, weil es etwas abgelegen liegt, das Mesón Casa de Piedra auf unsere Liste. Und hat uns sofort begeistert. Sehr sauber, mit viel Liebe zum Detail dekoriert und komplett anders als all die anderen "normalen" Hotels. Nicht nur, dass es anders gebaut ist, sondern die Philosofie ist anders. Es gibt zum Beispiel kein Fernseher, keine Musikberieselung. Dafür aber guten Wein. Seit ich im Perla mal nach Wein gefragt und eine Flasche Diabetikertod Oppenheimer Krötenbrunnen bekommen hab' (was anderes gab's nicht), nehm ich mir immer eine Flasche Rotwein mit. Die hab' ich diesmal wieder mit nach Hause genommen.

Einziges Manko war die fehlende Steckdose im Zimmer, das fand ich anfangs etwas befremdlich, so richtig vermisst hab' ich sie allerdings nicht. Um den Akku der Kamera aufzuladen gibt es Steckdosen draussen in der Lese-Ecke und das Mobiltelefon hat da unten ohnehin keinen Empfang. Ausserdem stammt der Strom komplett aus Fotozellen, wird also umweltfreundlich erzeugt.

Der Scheff, Antonio, spricht perfekt Deutsch und nahm sich viel Zeit für uns, erklärte uns die Geschichte des Hauses und viel Wissenswertes aus der Gegend. Die Kinder bemängelten zwar, dass das Haus keinen Pool hat, aber es ging auch ganz gut ohne, in der angrenzenden Buch von Casa de Piedra sind die Wellen weniger heftig, so dass man problemlos ins Wasser kann.

Das Haus ist wirklich zu empfehlen, wir werden da sicher auch mal wieder hinfahren.



Den Steinhaufen von Casa de Piedra hatte ich übrigens höher in Erinnerung, wir gehen ja schon seit etwa sechs Jahren da hin und diesmal hatte ich den Eindruck, dass die Felsen entweder in den Sand einsinken oder aber zumindest zusammengerutscht sind. Vielleicht sollte ich mal die alten Fotos suchen und vergleichen.

A propos Fotos, die gibt es hier

Donnerstag, Juni 06, 2013

Warten auf die Migra

Als ich den Papierkram bei der Migra abgegeben hatte, fragte man mich ausserdem nach Mailadresse und Telefonnummer. Man würde sich bei mir melden. Tat man natürlich nicht. Dafür stand auf der Website des INM, wo man den Stand seines Tramites nachsehen kann, ich möchte mich bitte melden, was ich gestern auch tat.

Eine Stunde Schlange stehen, dem Herrn mein Papier zeigen, der schaut in seinen Computer, drückt mir einen Stempel auf meinen Zettel, "Heute Nachmittag können Sie ihre Fingerabdrücke abgeben! Der Nächste!". Ganz toll, dafür hab' ich eine Stunde gewartet? Kann ich die Fingerabdrücke nicht gleich jetzt dalasen? Nein, erst ab 16 Uhr.

Da ich ab und zu noch etwas arbeiten muss, die 3000 Peso Gebühren für den Mist fallen schliesslich nicht vom Himmel, kam ich gestern nicht mehr dazu, meine Fingerabdrücke nehmen zu lassen (wieso eigentlich, die haben sie doch schon mindestens acht mal genommen und in meinem Pass sind sie doch jetzt sogar auf RFID gespeichert). Also bin ich heute zur Migra. Und auch heute durfte ich warten, eineinhalb Stunden, um anschliessend zwei Unterschriften und zehn Fingerabdrücke abzugeben. Was bin ich froh, dass ich den Kindle hab'.

Jetzt nur noch drei Wochen warten, dann bekomm' ich wieder meinen Ausländerausweis. Immerhin ging das ganze diesmal ohne Befähigungsnachweise ab!


Dienstag, Mai 14, 2013

Migra

Wie langweilig wäre doch mein Leben hier, wenn nicht die Migra alljährlich für ein bischen Abwechslung sorgen würde.

Nach dem Aufriss letztes Jahr (wir erinnern uns) hab' ich mir den Ablauf des Visums in verschiedene Kalender eingetragen. Sogar das Mailsystem im Büro erinnert mich jeden Morgen daran, endlich die Verlängerung zu beantragen. Wenn ich nur wüsste, wo ich das wieder abstellen kann. Aber besser so, als andersherum.

Also hab' ich rechtzeitig angefangen, mich um den Mist zu kümmern und wurde erstmal überrascht. Mein Arbeitgeber ist mittlerweile der Meinung, sich nur noch um solche Visumangelegenheiten zu kümmern, die er selbst verursacht hat, sprich den Service mit Firmenanwalt gibt es nur noch für Leute, die von der Firma ins Ausland geschickt werden. Schade eigentlich. Obwohl, so dolle war das beim letzten Mal ja auch nicht.

Also selbst das Geraffel zusammengesucht und die Formulare ausgefüllt. Zwischenzeitlich hat sich einiges geändert, jetzt gibt es wohl gar kein FM2 mehr, man unterscheidet zwischen temporären und permanenten Einwanderern, welcher ich jetzt eigentlich bin, wird mir am Telefon nicht beantwortet, ich möchte bitte persönlich vorbeikommen. Na, schönen Dank auch. Trotzdem hab' ich es heute geschafft, den Mist abzugeben. Und gleich die nächste Überraschung. Die Verlängerung geht jetzt nicht mehr von Heute auf Morgen, sondern braucht bis zu 30 Arbeitstage.

Na, da bin ich mal gespannt, was denen in diesen 30 Tagen so einfällt.

Mittwoch, Mai 08, 2013

Verificación dos

Unser Outlander ist jetzt nur noch zweite Wahl. Zumindest, was die Abgasuntersuchung angeht. Nicht, dass sich die Werte verändert hätten, aber ein Auto, das älter als 8 Jahre ist, kann per Definition hier nur noch die Schadstoffklasse 2 erfüllen. Das heisst, wir dürfen jetzt Mittwochs und am dritten Samstag im Monat nicht mehr mit dem Auto in die Stinkestadt fahren.

Komischerweise juckt mich das überhaupt nicht.