Dienstag, März 10, 2009

Telefonverkäufer

Zur Zeit hab' ich es ja mit den Telefonfirmen. Gestern abend um kurz nach neun klingelte unser Telefon zu Hause. Irgendjemand stellte sich als Mitarbeiter von AxTel vor, beglückwünschte mich zu der ausserordentlich klugen Entscheidung, einen Telefonanschluss bei dieser Firma zu haben und blubberte irgendwas von Sicherheit, Familie, irgendwas Tollem und meinte, ohne Luft zu holen, er würde gerne meine Daten mit mir überprüfen, um den Service für mich zu aktivieren und las mir auch gleich meine Adresse vor und fragte, ob die korrekt sei.

Hier unterbrach ich ihn, ich ahnte, was das sollte und fragte nochmal nach, was er eigentlich will. Wieder das Geschwafel von Sicherheit und der Familie. So schnell vorgetragen, dass ich Probleme hatte, ihm zu folgen und alles im Stile von Fragen, auf die man nur mit Ja antworten kann. "Sie wollen doch bestimmt auch, dass es Ihrer Familie gutgeht". Wer will das nicht. Allerdings schien es ihn gar nicht zu stören, dass ich nicht mal antwortete, er ging einfach von "Ja" aus und blubberte weiter. Als er das nächste Mal Luft holte unterbrach ich ihn wieder, diesmal etwas rüder und fragte ihn direkt, ob er gerade versucht, mir was zu verkaufen.

Wieder so eine ausweichende Antwort, denken Sie doch an ihre Familie, sie wollen doch, dass die abgesichert ist, wenn ihnen etwas passieren sollte und blah und blubb. Er wand sich wie ein kranker Aal. Und ich war kurz davor, ihn übelst zu beleidigen. Drei Anläufe und er hatte mir immer noch nicht gesagt, was er wollte (wahrscheinlich eine Lebensversicherung verkaufen). Also fragte ich ganz direkt, was das denn kosten würde. Nur Hundertirgendwas Peso. Im Monat. Die werden ganz bequem über ihre Telefonrechnung eingezogen und blah und blubb und denken Sie doch an ihre Kinder und überhaupt. Da ist mir dann der Kragen geplatzt und ich erzählte ihm in aller Deutlichkeit, was ich von seiner Verkaufsmethode, seiner Versicherung und ihm persönlich halte. Wird ihn aber eher nicht beeindruckt haben.

Kommentare:

  1. "guten tag, mein name ist spam. da sie keine pc haben, dachte ich mir, ich ruf sie mal an!..."

    oder klick auf meinen unterlegten namen...hihi...

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  2. Ich unterbreche diese Heinis immer schon bevor der Redeschwall zu lang wird. Und wenn sie mir nicht antworten, was ich wissen will, sag' ich einfach: "No me interesa. Buenas noches." und lege auf.

    Einmal rief ein Telmex-Wutz sonntags um 8 Uhr morgens an. Den habe ich gleich nach seinem Namen gefragt, so getan, als würde ich ihn aufschreiben und ihm gesagt: "Wenn Du nochmal um diese Uhrzeit hier anrufst, melde ich Dich Deinem Vorgesetzten."

    Im Normalfall werden solche Gespräche von seiten des providers aufgezeichnet (v.a. um später, wenn der Kunde sich beschwert, dass er diesen oder jenen Service gar nicht bestellt hat, "beweisen" zu können, dass doch (und nebenbei zur "Qualitätskontrolle" - sprich: Mitarbeiterüberwachung)); deshalb hilft ein bestimmtes Nein! oder Lass' mich in Ruhe sehr oft - falls nicht, weise ich schonmal darauf hin. Das wirkt manchmal Wunder.

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  3. Auch sehr schön ist bei Werbeanrufen das Gegenskript.

    ;-)))

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