Freitag, Oktober 21, 2011

Kulturelles

Gestern abend fand in Cuernavaca die 15. Publivoros-Veranstaltung statt. Das ist im Prinzip eine lange Kino-Nacht, bei der besonders gute Werbespots gezeigt werden. Die meisten sind witzig, aber es sind auch einige ernste dabei, die zum Nachdenken anregen. Das gibt's auch in Deutschland, nennt sich dort Reklamefresser, allerdings finde ich da gerade keinen guten Link dazu.

Evelyn hatte an der Uni Werbung dafür gesehen, wir fanden das interessant und sind hingegangen. Beim Blick ins Publikum erinnerte ich mich an kulturelle Veranstaltungen zu meiner Studentenzeit, dort bestand selbiges auch meist aus vielen Studenten und ein paar alten Säcken. Ganz schön deprimierend, wenn man plötzlich feststellt, dass man nicht mehr zu den Studenten gehört.

Freitag, Oktober 07, 2011

Wochenende


Das war mal wieder so eine Woche. Viel los, aber nichts zu berichten. Die Fahrten morgens nach Toluca waren interessant, sehen, wie der Nebel sich langsam verzieht. Und die Landschaft hat was vom Schwarzwald. Aber das lässt sich schwer beschreiben und auf anhalten zum Fotografieren hatte ich keinen Bock. Und was beim Kunden abgegangen ist, wäre auch einen Eintrag wert, aber das behalte ich doch lieber für mich.

Im Moment sitze ich bei einem anderen Kunden (es ist kurz vor Mitternacht), der einen wichtigen Server austauschen will und das nur am Wochenende machen will, weil der Server eben furchtbar wichtig für den täglichen Geschäftsbetrieb ist. Mal sehen, wie lange das noch dauert, der Zeitplan sieht das Ende für morgen 6 Uhr vor.

Mittwoch, September 28, 2011

Die Räumung, Teil 2

Teil 1

In der Rückschau betrachtet, hätten wir das eigentlich ablehnen sollen. Entweder sie will für zwei Jahre die Miethöhe garantiert haben, oder sie soll eben nur einen Vertrag für sechs Monate abschliesen, dann hat sie die Flexibilität, muss aber mit der Inflation leben, das muss ich schliesslich auch. Wir sagten trotzdem zu.

Kurz bevor wir mit der zweiten (und Gott-sei Dank auch letzten) Fuhre starteten, rief die Maklerin wieder an. Die Dame hätte einen Rückzieher gemacht, sie befürchtet, dass ihre Tochter, die die Hälfte der Miete bezahlt, demnächst auszieht (was kann ich denn dafür?), ausserdem hätte sie sich den Verkehr über die Brücken mal angesehen, da wäre ja doch sehr viel los abends (auch das liegt nicht an unserem Haus und ist eher ein allgemeines Problem dieser Stadt).

Fantastisch! Den Point of no return hatten wir bereits überschritten, eigentlich ging es nur noch darum, das grosse Aquarium einzupacken, was sich auch als der schwierigste Teil des ganzen Umzuges herausstellen sollte. Wir machten also weiter und waren gegen halb zwei Uhr morgens tatsächlich durch. Dafür waren wir am Sonntag so fertig, dass wir den ganzen Tag nicht aus dem Bett kamen und den letzten Schritt (Müll rausbringen und abschliessenden Grossputz) auf irgendwann die Woche verschoben haben.

Auf der Haben-Seite stehen:
  • Wir haben den Umzug hinter uns. Besser als vor uns.
  • Wir dürfen uns die angezahlte halbe Monatsmiete mit der Maklerin teilen, davon kann ich immerhin die Miete für den LKW zahlen.
  • Es gibt sechs weitere Interesenten, die das Haus jetzt ohne das Chaos unserer halb ausgeräumten Möbel und Umzugskartons besichtigen können.

Nicht so dolle ist, dass die Möbel jetzt auf der Baustelle rumstehen. Darunter der Herd, den wir auf ausdrücklichen Wunsch der interessierten Mieterin rausgenommen haben, sie wollte ihren Eigenen mitbringen. Den muss ich jetzt irgendwie wieder zurückschleppen. Irgendwie hatte ich mir mein Leben als Miethai anders vorgestellt.

Dienstag, September 27, 2011

Die Räumung, Teil 1

Obwohl wir wussten, dass das Haus in Cuernavaca nicht vor Mitte Oktober fertig werden wird, haben wir das Haus in Santa Fe ab ersten Oktober zur Miete angeboten. Einerseits war ich ziemlich sicher, dass wir so schnell ohnehin keinen Mieter finden werden, andererseits könnten wir die Möbel ja auch vor Fertigstellung des Hauses nach Cuernavaca transportieren und sie dort auf der Baustelle einlagern.

Nachdem wir also den Vermittlervertrag mit der Maklerin unterschrieben hatten, präsentierte die uns schon nach einer Woche die erste Interessentin. Die schaute sich das Haus an, fragte, ob wir mit der Miete noch runtergehen könnten (können schon, wollen aber nicht) und machte eine Woche später ein Angebot. Sie nimmt das Haus, wenn sie für zwei Jahre bei gleichbleibender Miethöhe unterschreiben kann.

Nun ist die Inflation hier zwar nicht gerade vernachlässigbar, aber besser den Spatz auf zwei jahre in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Wir sagten zu. Und planten unseren Umzug. Will die Dame am ersten Oktober umziehen, müssen wir am Wochenende zuvor (das war das vergangene) raus und für die darauffolgende Woche ein paar kleinere Ausbesserungsarbeiten organisieren. Mittlereile gefiel mir die Idee, die Möbel auf der Baustelle rumstehen zu haben, zwar nicht mehr ganz so gut, weil sie da im Weg herumstehen und verdrecken, egal wie gut wir sie verpacken, aber eine Monatsmiete ist eine Monatsmiete, dafür putze ich gerne mal zwei Tage lang die Möbel. Also riefen wir am Freitag nochmal die Maklerin an, wie sicher das ganze ist, die teilte uns mit, dass die Dame bereits eine halbe Monatsmiete als Sicherheit überwiessen hatte, Vertragsunterzeichnung sei am Sonntag. Wir konnten loslegen.

Wir schleppten also mit Hilfe Evelyns buckliger zahlreicher Verwandschaft den ganzen Samstag die Möbel erst einmal ins Erdgeschoss, packten Kisten (da hatte Evelyn glücklicherweise schon in den vergangenen Wochen vorgearbeitet), verluden das Ganze auf einen gemieteten LKW, fuhren damit nach Cuernavaca und packten den Krempel dort wieder aus.

Nach der ersten Fuhre, wir waren gerade wieder in Santa Fe, rief uns die Maklerin an, die Mieterin hätte plötzlich Bedenken, wenn sie ihren Job verlieren würde und in Santa Fe keinen neuen mehr findet, müsste sie umziehen. Der zwei-Jahresvertrag sieht allerdings Kompensationszahlungen vor, für den Fall, dass er vorzeitig von einem der beiden Vertragspartner beendet wird. Ob wir eine Klausel einfügen könnten, dass diese Zahlungen nicht anfallen, wenn sie ihren Job verliert.

Wird fortgesetzt...

Freitag, September 23, 2011

Drecksverkehr

Die nächsten vier Wochen werde ich bei einem Kunden in Toluca arbeiten. Nun ist Toluca zwar ausserhalb des DeEffe, aber gerade noch nah genug, dass mein Arbeitgeber keine Übernachtung bezahlt, sondern nur die Spritkosten.
Google Maps schlägt mir für die Strecke mir Routen vor, eine über kurvige, enge Landstrassen über Zempoala (nur falls das jemand auf der Karte nachschauen möchte), die ist ca 80km lang, die andere geht durch den DeEffe mit ca 130km. Und für beide brauche ich, laut Google ca eineinhalb Stunden. Nun weiss ich aber, dass man morgens schon eine gute Stunde vom Süden der Stadt (da kommt man von Cuernavaca her) bis nach Santa Fe (dort fährt man wieder richtung Toluca aus dem Moloch raus) braucht, weshalb ich mich gestern für die Strecke über Zempoala entschieden habe. Sehr schön, viel Landschaft und seit Jahren mal wieder richtig Autofahren, sonst war ich hier ja hauptsächlich in der Stadt oder auf Autobahnen unterwegs. Gute zwei Stunden Fahrzeit, das ist grenzwertig, aber machbar.

Heute habe ich mal den Bus ausprobiert. Der fährt die vorgeschlagene Route durch den DeEffe, braucht angeblich etwa drei Stunden. Zugegeben, heute morgen hat es geregnet, da wird der Verkehr im DeEffe immer gleich etwas zäher, aber insgesamt vier Stunden für die Strecke (davon mehr als zwei für die kurze Strecke durch die Stadt) ist definitiv zu viel.

Für nächste Woche habe ich noch die Option, in unserem Haus in Santa Fe zu übernachten. Da das aber ab nächsten Ersten vermietet sein wird, bleibt mir dann nur, die Landstrasse zu nehmen oder mir in Toluca ein günstiges Hotel zu suchen. Die Route durch den DeEffe scheidet definitiv aus.

Donnerstag, September 15, 2011

Geld

 Die abgebildeten Scheine hatte ich zufälligerweise gleichzeitig in meinem Geldbeutel. Alle drei sind Hundert-Peso-Scheine, alle drei sind zur Zeit gültig.

Der Obere ist der alte Schein, aus Papier, darunter der Neue, auch aus Papier. Und ganz unten die Sonderausgabe anlässlich der Hundertjahrfeier zur Revolution, aus Plastik. Ich finde das ein bischen verwirrend, beim 200er, den es auch in drei Versionen gibt (alle aus Papier) dachte ich tatsächlich mal, ich wäre einer Fälschung aufgesessen, bis mir jemand sagte, dass das die 200-Jahre-Unabhängigkeits-Sonderausgabe ist.

Samstag, September 10, 2011

Wochenende


Wer findet den Fehler?