Donnerstag, Juni 23, 2011

infonavit

Infonavit ist ein recht grosses Thema, über das ich schon länger mal berichten wollte, zumal ich ja jetzt bei denen Kunde bin. Aber ich weiss gar nicht so recht, wo ich da anfangen soll.Die Seite des Instituts ist sehr umfangreich, recht gewöhnungsbedürftig strukturiert und teilweise in schwer verständlichem Spanisch gehalten. Nicht gerade eine Seite, die zum Stöbern einlädt.

Sinn dieses Institutes ist es, Arbeitnehmern den Erwerb eines Eigenheims mittels Kredit zu ermöglichen, ich nenn' ds jetzt einfach mal staatlich verordnetes Bausparen. Der Arbeitgeber muss 5% des Gehalts an infonavit bezahlen, die auf einem Unterkonto des Afore deponiert werden.

Die Berechtigung, einen Kredit zu bekommen, berechnet sich nach einem komplizierten Punktesystem, wobei Faktoren wie Betriebszugehörigkeit, Kontostand, Gehalt und anderes einfliessen. Hat man die notwendige Punktzahl zusammen, kann man einen Kredit beantragen, die maximale Summe und die Zinsen richten sich nach dem aktuellen Einkommen, wobei der maximale Zinssatz bei 10% liegt, verglichen mit den hiesigen Banken ein niedriger Wert. Ausserdem werden ab jetzt die 5%, die mein Arbeitgeber zahlt, zur Tilgung verwendet, wodurch der Kredit schneller abbezahlt wird. Und ein nettes Detail ist, dass der Arbeitgeber die Raten für den Kredit gleich vom Gehalt abzieht und an infonavit überweist. Beim Service der Banken hier ist das ein echter Mehrwert.

Eine Frage, die mir bisher noch niemand zufriedenstellend beantworten konnte, ist was mit dem Geld auf dem Konto passiert, wenn man keinen Kredit beantragt. Ich habe da schon verschiedene Antworten gehört, das geht von "Das Geld verfällt dann halt" bis "Das wird dem Afore und somit der Rente zugeschlagen". Auf den offiziellen Seiten hab' ich noch nichts zum Thema gefunden, aber so brennend interesiert es mich auch gar nicht, schliesslich wird mein Konto auf absehbare Zeit ein überschaubares Guthaben aufweisen.

Kommentare:

  1. Interessant zu wissen ware auch was passiert wenn man einen Infonavit-Kredit bekommen hat und diesen auch schon abbezahlt hat. Einen neuen Kredit bekommt ja nicht, das es den ja nur einmal gibt. Was passiert mit den 5%?

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  2. Da wurden gerade ein paar Gesetze zum Thema infonavit geändert. Das bringt zwei Änderungen, die ich hier erwähnen möchte:
    - Man kann jetzt, wenn man den ersten Kredit abbezahlt hat, nach einer definierten Wartezeit (halbes Jahr?) einen neuen beantragen.
    - Als Rentner kann man sich das Guthaben auszahlen lassen.

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