Montag, September 22, 2008

Warten (nicht auf Godot)

Ich hatte schon ganz vergessen, wie das ist, wenn man auf die Migra warten muß. Ich fand das vor vier Jahren ja schon reichlich ätzend, vor zwei Jahren ist es mir dann erspart geblieben, weil der Wechsel zeitlich mit Citlalis Geburts zusammenfiel und ich da sowieso einen Monat frei nehmen wollte. Außerdem soll es (so habe ich mir sagen lassen) in kleinen Firmen kreative Möglichkeiten geben, die Wartezeit zu überbrücken. Nunja, man kann nicht alles haben.

Immerhin, die Chancen stehen gut, daß ich die Genehmigung noch rechtzeitig vor dem Monatsende bekomme, so daß ich zum ersten Oktober anfangen kann.

Es ist ja auch nicht so, daß ich jetzt zu Hause rumsitze und vor Langeweile den Gips von den Wänden beiße, mit Citlali kommt sowieso nur selten Langeweile auf, außerdem haben wir im Haus genügend Baustellen, die ich jetzt nach und nach beseitigen kann. Und letztendlich hat es auch seinen Reiz, unter der Woche ein bischen unterwegs zu sein, die Stadt und das Umland zeigen sich von einer ganz anderen Seite als am Wochenende, wenn Tausenden von Hauptstädtern unterwegs sind und beim Versuch sich zu erholen sich gegenseitig auf den Füßen herumstehen.

So gesehen ist der einzige Nachteil an der Situation, daß hier das Prinzip "Keine Arbeit - keine Kohle" gilt und somit dieser unfreiwillige Urlaub an unseren Ersparnissen zehrt.

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