Donnerstag, Februar 03, 2011

Texas

Letzte Woche war ich in Texas. Leider hatte ich mal wieder keine Zeit, mir die Gegend näher anzuschauen, aber trotzdem sind mir ein paar Dinge aufgefallen.

Zum Beispiel, dass meine nord-amerikanischen Kollegen nur sehr selten ihre Büros aufsuchen. Die Gebäude wirkten geradezu verlassen, auch in der Kantine war nichts los. Arbeiten alle von zu Hause aus. Hier in Mexico ist das anders, das Gebäude gleicht einem Bienenstock, im Parkhaus ist Parken in zweiter Reihe die Regel. Mir scheint, die Mexikaner kommen auch ins Büro wenn keine technische Notwendigkeit dazu besteht, einfach um Kollegen zu treffen.

Und mir ist ein grosser Unterschied zwischen Texas und anderen Staaten (z.B. Pennsylvania) aufgefallen. Nachdem ich Sonntag abend im Hotel angekommen war, bin ich zwecks Abendessen in ein Burger-Restaurant nebenan gegangen. Die Bedienung fragte mich, ob ich mich setzen oder nur was zum Mitnehmen bestellen will. Ich entschied mich für letzteres, wenn ich schon alleine essen muss, tu ich das lieber im Hotelzimmer vor meinen Rechner. Auf meine vorsichtige Frage, ob sie mir auch ein Bier zum mitnehmen verkaufen kann (das ist in anderen Staaten streng verboten), lachte sie laut uns sagte "Klar, Junge, Du bist hier in Texas, ich kann Dir sogar Bier nach Hause liefern!" Und das Zeug schmeckte gar nicht mal so schlecht.

Kommentare:

  1. Ein Kunde bei meiner Ex-Firma, mit dem ich auch privat zu tun hatte, ist einer der coolsten US-Amis, die ich kenne. Woher er kam? Aus Dallas.

    Solange man in den USA nicht gezwungen ist, das Zeugs von Massenherstellern wie Budweiser, Coors, Miller, Labatt (Canada) oder Molson (Canada) zu trinken, sind US- und CDN-Biere gar nicht mal so schlecht. Das Beste dabei: fast alles deutsche (oder deutsch ausgebildete) Braumeister mit Studium in Weihenstephan.
    Jo, da schau' her!

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  2. Mmmh.
    Als ich in El Paso war (also "West Texas" extrem) bin ich von der Wohnung zu dem 500m entfernten 7-Eleven an einer Tankstelle gelaufen (alleine das wäre für die US Bürger ja schon unmöglich).

    IU>ch ging also zum Kühlschrank, nahm mir nen 6-Pack Bier raus und stellte den auf die Theke. Die Tante an der Kasse wollte daraufhin meinen Pass sehen, weil sie ohne Altersnachweis kein Bier an mich verkaufen könnte (ich bin über 40...). Pass hatte ich natürlich nicht dabei, weil ich einen Bier-Einkauf als nicht besonders schwerig eingestuft hatte...
    Also wieder zurück gelaufen, Pass geholt (jeder Texaner hätte die Frau wohl einfach erschossen) und dann den 6-Pack erstanden.
    Gleiches Spiel im Supermarkt mit einem Blisterpack Einwegfeuerzeuge. Was soll so ein Blödsinn? Wird dann die Nationalgarde gerufen, weil ein Ausländer einen Dreierpack Einwegfeuerzeuge kaufen will?
    Die Zigaretten konnte ich komischerweise ohne Altersnachweis kaufen...
    Die USA sind faszinierend, aber teilweise auch sehr merkwürdig...

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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