Die Rente ist sicher! Wer kennt ihn nicht, den Lieblingsspruch des
putzigen Herrn Blüm. Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, ob er das tatsächlich glaubte oder ob er mit diesem Spruch einfach nur die Bevölkerung beruhigen wollte, um sich die Arbeit unliebsamer Reformen zu sparen. Nun, mittlerweile wissen wir, daß die Rente alles andere als sicher ist, daß meine Generation erhebliche Einschnitte hinnehmen werden muß.
Folgende Grafik stammt aus einem
Dokument des
Instituts für Wachstumsstudien: Wenn deren Prognosen zutreffen, werden wir bis dahin ständig steigende Beiträge bezahlen, länger arbeiten und dafür eine geringere Renten beziehen. Na, das nenne ich doch mal ein faires Geschäft.

Klar, ich verstehe diejenigen, die jetzt ihre Rente beziehen oder kurz davor stehen, und natürlich kein Interesse daran haben, das System kurzfristig zu ändern, sie können selbst wenig machen, um selbst Kapital anzusparen ist es zu spät und immerhin haben sie ihr Leben lang in das System einbezahlt und dem Herrn Blüm vertraut (und selbst wenn nicht hatten sie wenig Chancen, aus dem System auszusteigen).
Trotzdem macht sich bei mir einiger Frust breit, wenn ich die Politiker höre, die mich warnen, mich keinesfalls auf die gesetzliche Rente zu verlassen, sondern selbst zu sparen. Um im gleichen Atemzug laut darüber nachzudenken, ob man Lebensversicherungen nicht höher besteuern sollte. Irgendwann ist einfach mal Schluß, es macht keinen Spaß mehr, wenn auf dem Lohnzettel die Höhe der Abzüge nur unwesentlich geringer ist, als das, was man letztendlich ausbezahlt bekommt. Wovon soll man sich da die Altersvorsorge ansparen?